Kennst du den Satz in der Betreffzeile? „Wenn ich erstmal gesund bin, dann…“

In den letzten Tagen sind in den Mails die ich von meinen Lesern erhalte und in meinem eigenen Leben viele Henne-Ei Fragen aufgetaucht.

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Genauer: ich habe diesen Effekt (eine Krankheit) und das war der Auslöser. Meistens ist es etwas im Außen, was uns vermeintlich schüttelt und rüttelt und auf das wir leider keinen Einfluss haben.

Es sind die Chemikalien, das böse Essen, Strahlung, der Partner oder die Partnerin, die Kinder, die nicht erwachsen werden wollen, der Chef usw.

Wenn wir uns in diese Haltung begeben, dann sind wir ohnmächtig. Wir haben keinen Einfluss auf unser Leben und sind zutiefst abhängig davon, dass sich die Welt und alle anderen verändern, damit wir endlich glücklich und gesund sein können.

Statistisch betrachtet sind besonders arme Menschen viel häufiger krank, als reiche. Man könnte sagen: kein Wunder, sie können nur beim Discounter einkaufen und auch sonst nicht viele schöne Sachen erleben.

Sie haben kein Geld für Heilpraktiker und Privatärzte und deshalb haben sie keine Chance. Sie sind Opfer des Systems und es vielleicht ist es ihr karmischer Plan in diesem Leben arm und krank zu sein.

Es könnte aber auch sein, dass diese Menschen eine innere Haltung haben, die genau diese Situation produziert.

Ich habe in den letzten Wochen auf zahlreichen Workshops und Veranstaltungen hier auf der Insel eine ganze Reihe Menschen aus der ganzen Welt kennengelernt und dabei sind mir zwei Muster aufgefallen, die im Rahmen von Allergien und Auto-Immunkrankheiten relevant sind.

Sie treffen in all unseren zwischenmenschlichen Beziehungen aufeinander und ich glaube, dass sie viel voneinander lernen können, denn wenn sich beide mal nackig machen, dann wollen sie eigentlich das Gleiche – geliebt werden.

Der Kümmerer 

Es gibt solche, die ihr Leben in die Hand nehmen und gleich noch die Verantwortung für ein paar andere mit übernehmen. Sie werden krank, weil sie sich völlig verausgaben und vergessen, dass sie eigene Bedürfnisse haben, die auch befriedigt werden wollen.

Dieses Verhalten verdeckt tendenziell eine Angst vor der Bedeutungslosigkeit. Wenn du andere bedienst und dich um ihre Probleme kümmerst, dann bist du wichtig. Dann musst du den Schmerz nicht spüren, der eigentlich in dir ist. Die Leere, die Angst nicht geliebt zu werden. All das.

Als Kinder haben sie gelernt, dass Leistung und Tun zu Anerkennung führt. Diese Verknüpfung aufzulösen, ist eine Aufgabe. Du müsstest aushalten lernen, dass einfach nur da sein, schon genug ist. Dass du nichts tun musst, um geliebt zu werden.

Hier ist nicht nur die Histaminintoleranz zu Hause, sondern auch diverse Schilddrüsenerkrankungen als Symbol des Kontroll- und Perfektionismuswahnsinns.

Wenn du zu der Fraktion gehörst, dann kannst du mal überlegen, wie es sich anfühlen würde, wenn du damit aufhörst, dich für Gott und die Welt verantwortlich zu fühlen. All deine „Aufgaben“ loszulassen und einfach nur zu sein.

Welche Ängste steigen in dir auf? Wovor hast du wirklich Angst? Was willst du wirklich?
Wie würde es sich für dich anfühlen, wenn andere sich auch mal um dich kümmern dürften?

Der „Bekümmerte“

Die andere Fraktion sind die mehr oder weniger verwöhnten Kinder. Ihnen wurde jeder Wunsch von den Augen abgelesen, denn wenn es ihnen gut ging, dann ging es Mama auch gut. Unerwünschtes Verhalten macht die Mama traurig, das heißt, dass das eigene Wollen irgendwann in den Hintergrund gerät, ja regelrecht abtrainiert wird.

Als Erwachsene haben sie ein großes Problem: sie wissen nicht, was sie wollen und kommen deshalb auch nicht so recht ins Handeln. Sie fühlen sich ohnmächtig. Aus der Ohnmacht entsteht oft Wut darüber, dass der „Kümmerer“ nicht das richtige liefert oder sie einengt.

Ihre Beziehungen sind deshalb oft kurz und sie sind ständig auf der Suche nach was besserem, weil eigentlich niemand die Ansprüche erfüllen kann. Welche auch? Sie wissen ja nicht, was sie wollen und wenn sie eine Idee bekommen, haben sie Schwierigkeiten es zu kommunizieren – es könnte Mama ja traurig oder gar wütend machen und das ist schwer auszuhalten.

Auch diese Menschen haben Allergien und auch gern mal Asthma (das Ich bekommt keine Luft) oder Neurodermitis (es juckt sie was). Es ist die Kommunikation des Körpers: das hier will ich nicht. Nur was dann?

Wie fühlt es sich für dich an, wenn du dir vorstellst, dass du deine Träume und Wünsche in die Tat umsetzt? Vielleicht brauchst du eine Auszeit, allein oder mit echten Freunden, um überhaupt erstmal herauszufinden, was denn deine Wünsche sind. Was es ist, was dir in deinem Leben fehlt und wie du Schritt für Schritt Verantwortung für die Umsetzung übernehmen kannst.

Wenn du zu dieser Fraktion gehörst, dann steckt auch dahinter die Frage: wovor habe ich wirklich Angst, wenn ich meine eigenen Wünsche und Träume entwickle und äußere? Was willst du wirklich? Wie würde es sich anfühlen, wenn du volle Verantwortung für dich und deine Träume übernimmst?

Angst ist eine krankmachende Energie

Vielleicht fragst du dich, was das jetzt soll. Das ist ganz einfach: beide Typen haben es mit einer ordentlichen Portion Angst zu tun und Angst ist eine krankmachende Energie. Jede Angst.

Alles, was dir Angst macht und was du nicht in Angriff nimmst, wütet in deinem Körper auf verschiedenen Wegen und es gibt nur eine einzige Person, die das ändern kann und das bist du.

Nicht die Gesundheit kommt vor dem Glück, sondern das Glück vor der Gesundheit.

Und nichts macht glücklicher, als festzustellen, dass du Herr oder Frau des eigenen Lebens bist. Dass du gestalten kannst. Dass du genau richtig bist. 

Bildquelle: pixabay.de