Dieser Tage werden weite Teile der Bevölkerung mit einem Thema konfrontiert, was zu großen Teilen leider immer noch gern unter den Teppich gekehrt wird: die eigenen Emotionen.

Krisen jeglicher Art bringen es mit sich, dass wir von unseren eigenen Emotionen überschwemmt werden, uns schnell überfordert fühlen und eigentlich überhaupt keinen klaren Gedanken fassen können.

Das gehört zum Leben dazu und alle Menschen werden im Laufe ihres Lebens damit konfrontiert.

Die meisten unserer Vorfahren waren im Krieg. Europa ist jetzt aufgefordert zu Hause zu bleiben. Ich denke, dass das grundsätzlich machbar ist.

Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass Einschnitte ins gewohnte Leben Veränderung bedeuten und sich jeder einige Fragen über die Neuorganisation stellen muss. Das macht sehr vielen Menschen Angst.

Das Leben nimmt aber dennoch den Lauf, den es nimmt und wir können Krisen nicht gänzlich verhindern. Krankheiten, Verluste, Veränderungen.

Was wir allerdings tun können, ist zu lernen, damit umzugehen, daran nicht zu zerbrechen, sondern stärker zu werden.

Und das ist enorm wichtig, denn nur, wenn es dir gut geht, kannst du auch gut für andere da sein und deinen Platz auf dieser Erde ausfüllen.

Jordan Peterson sagte neulich in einem Interview: „Dein Ziel sollte es sein die stärkste Person auf der Beerdigung deines Vaters zu sein.“ – dabei war der Kloß in seinem Hals deutlich zu hören.

Wenn ich in meinem Leben eins über wahre Stärke gelernt habe, dann, dass das nicht mit meinem Kopf und meinem Denken zu erreichen ist. Es geht nur über das Gefühl.

Das, was du fühlst, bist du. 

Zuerst einmal bist Du Mensch. Wie jedes andere Säugetier auch, hast du ein Nervensystem, das auf die Geschehnisse in deinem Leben reagiert.

Du kannst lange mit deinem Bewusstsein danach suchen, warum es das jetzt macht, aber los wirst du die oft so unangenehmen Gefühle dadurch leider nicht. Im Gegenteil. Oft werden sie nur noch stärker, wenn wir dagegen an-denken.

So funktioniert Loslassen wirklich    

Beim Loslassen geht es nicht darum sich von einer Sache abzuwenden oder sie weg zu drücken. Es ist nichts, was wir mit dem Kopf erreichen können.

Etwas loszulassen, bedeutet die Emotionen in einem Moment der Stille da sein zu lassen. Jede Emotion hat ein Ende nach spätestens 15 Minuten, wenn du dich auf diesen ganz einfachen Prozess einlässt.

Am besten funktioniert das, wenn du dem, was du in deinem Körper fühlst, keinen Namen gibst. Das sind nur Interpretationen des Geistes mit einer, für die emotionale Welt, viel zu limitierten Sprache.

Wenn du in den Wald schaust, dann sagst du auch nur: das ist grün. Dabei sind dort so viele Schattierungen und Grüntöne zu sehen, die du nicht benennen kannst. Auch unsere emotionale Welt hat so viel mehr zu bieten, als das, was wir gelernt haben, zu benennen.

Bemühe dich, nur die Nervenimpulse wahrzunehmen und zuzulassen. Dann darf das Gefühl auch gehen – und sei es noch so unangenehm.

Es verändert nicht die Situation, aber es verändert ganz gewaltig deine Fähigkeit mit der Krise umzugehen.

Erinnerst du dich an meinen gebrochenen Fuß vor ein paar Wochen? Ich habe zwei Tage fast nichts anderes gemacht, als den Schmerz zu beobachten. Nach einer Woche konnte ich schon wieder gut damit laufen und nach vier Wochen war das Thema vergessen. Was haben mir die Leute nicht alles von sechs Monaten und lebenslangen Problemen erzählt…

Wenn du dir Begleitung wünschst, schau dir einfach mein kostenloses Video Coaching an. 

 

Die geführte Meditation findest du auch auf Soundcloud und auf YouTube.