Termine für Gruppenarbeiten

Auch ohne eigene Arbeit können durch die Teilnahme und durch Resonanzerfahrungen tiefe Erkenntnisse in eigene Strukturen und Prozesse gewonnen werden.

Max. 20 Teilnehmer. Daher bitte ich um Anmeldung, auch für Resonanzgeber / Stellvertreter.

Eigene Arbeit: 90 EUR

Teilnahme als Resonanzgeber: kostenfrei

Mittwoch, 9 - 11 Uhr

08. Juni 2020 | Kein Platz für eine eigene Arbeit

22. Juli 2020 | Noch 1 Platz für eine eigene Arbeit

Mittwoch, 17:30 - 19:30 Uhr

05. August 2020 | Noch 1 Platz für eine eigene Arbeit

26. August 2020 | Noch 1 Platz für eine eigene Arbeit

Samstag, 12 - 15 Uhr

11. Juni 2020 | Noch 1 Platz für eine eigene Arbeit

Über die Methode

Die Anliegenmethode auf dem Hintergrund der Identitätsorientierten Psychotraumatheorie (IoPT) wurde basierend auf den Erkenntnissen über Resonanzprozesse und Psychotraumata von Prof. Dr. Franz Ruppert entwickelt. Franz Ruppert versteht sich selbst als Forscher und entwickelt die Methode basierend auf seinen praktischen Erfahrungen seit 25 Jahren stetig weiter. Sein Ziel war und ist es, eine einfache Methode zu entwickeln, die für jedermann anwendbar ist - eine Art "Volkstherapie".

Bei dem Begriff „Trauma“ denken wir an massive Ereignisse wie Krieg, Vergewaltigung, Geiselnahme, Raubüberfall etc. Doch viel verbreiteter als solche einmaligen traumatischen Erlebnisse sind subtil prägende Lebens- und Beziehungserfahrungen in der frühen Kindheit, die uns  innerlich (ver)formen und die oft erst viel später im Leben ihre Wirkung zeigen. Es handelt sich um Entwicklungs- und Bindungstraumata sowie Traumatisierungen unserer Identität.

Insbesondere diese frühen Traumata beherrschen unser Leben, ohne dass wir es wissen. Sind wir traumatisiert, so behindert uns das in unserer Fähigkeit, uns zu selbstbestimmten Erwachsenen zu entwickeln und als solche konstruktive und erfüllte Beziehungen zu gestalten und beruflich erfolgreich zu sein.

Unsere ersten Beziehungserfahrungen sind prägend für unsere Entwicklung. Überfordernde Ereignisse behindern die Ausbildung einer gesunden Psyche. Nicht verarbeiteter Stress wird im Hier und Jetzt reaktiviert, wenn aktuelle Themen ähnliche Emotionen wachrufen. In solchen Situationen fühlen wir uns – wie einst, hilflos ausgeliefert und verlieren jeglichen Handlungsspielraum.  

Theoretischer Hintergrund meiner Arbeit ist die Identitätsorientriert Pychotraumatheorie (IoPT) nach Prof. Franz Ruppert. 

Die von Franz Ruppert entwickelte Anliegenmethode ist eine effektive Möglichkeit, ursächliche Zusammenhänge von Konflikten zu begreifen und Reaktionsmuster nachhaltig zu verändern. Gearbeitet wird mit deinem „Anliegensatz“. In deinem Anliegen formulierst du das Thema, mit dem du dich aktuell auseinandersetzen möchtest. Durch einen Resonanzprozess ergibt sich ein differenziertes Bild deiner psychischen Struktur. Unbewusste Muster, Blockaden und Verstrickungen werden sichtbar. Die emotionale Integration von unbewussten oder verdrängten Erfahrungen stabilisiert und führt dich Schritt für Schritt in eine gesunde Identität.

Die Herausforderungen des Lebens,  werden bewältigbar, destruktive Beziehungsmuster verbessern sich. Körperliches und psychisches Wohlbefinden stellt sich ein.

Im Rahmen der Corona-Krise wurde festgestellt, dass diese Resonanzprozesse auch über das Internet hervorragend funktionieren. 

Technische Voraussetzung ist eine stabile Internetverbindung, PC oder Laptop mit Mikrofon und Kamera. Nach Anmeldung und Bezahlung bekommst Du einen online Link zum Zoom-Meetingraum zugeschickt, der zum genannten Zeitpunkt für Dich offen steht. Eine Installation ist nicht notwendig.

Du trägst die Verantwortung für die technischen Voraussetzungen, sowie eine stabile Internetverbindung. Bei technischen Problemen kann der Teilnahmebeitrag nicht zurückerstattet werden. Die Teilnahmegebühr ist pro Teilnehmer zu entrichten, auch bei gemeinsamer Teilnahme über ein internetfähiges Gerät. Gleiches gilt für das Einsenden der Selbstverpflichtung. Die Teilnahme ist ausschließlich mit Bild und Ton erlaubt.


Erklärung von Franz Ruppert

"Derzeit arbeite ich mit der Anliegenmethode auf dem Hintergrund der Identitätsorientierten Psychotraumatheorie (IoPT) in Gruppen folgendermaßen:

  • Wer eine eigene Arbeit für sich machen möchte, überlegt sich ein "Anliegen". Das kann ein Satz, ein Satzfragment oder einzelne Worte sein, gegebenenfalls auch ein Bild oder eine Zeichnung.
  • Dies schreibt der Anliegeneinbringende auf
  • Das Anliegen kann maximal 3 Elemente enthalten.
  • Der Anliegeneinbringende wählt dann für alle Elemente des Anliegens Resonanzgeber aus und gibt danach das Startzeichen für den Aufstellungsprozess.
  • Ohne zu sprechen, finden die Stellvertreter die Grundstruktur und -dynamik des Anliegens heraus.
  • Dann begleite ich den Anliegeneinbringenden zu den einzelnen Resonanzgebern. Er bekommt von diesen die Essenz ihrer Erfahrung in der Resonanz mitgeteilt. Der Anliegeneinbringende kann mit den Resonanzgebern Dialoge führen.

Ich begleite diesen Prozess aufgrund meines Wissens und meiner Erfahrungen.

Auf diese Weise ergibt sich ein differenziertes Bild der psychischen Struktur des Menschen, der für sich arbeitet. Es werden in der Regel seine gesunden psychischen Anteile ebenso sichtbar wie seine traumatisierten Anteile und seine Trauma-Überlebensstrategien. Das Anliegen spiegelt oft einen Ausschnitt aus der Traumabiografie der aufstellenden Person wieder.

Je nach Anliegen kann der Anliegeneinbringende in tiefe emotionale Prozesse kommen oder auf einer eher kognitiven Ebene neue Erkenntnisse und Einsichten über sich selbst gewinnen.

Die Anliegenmethode gewährleistet, dass durch die therapeutische Arbeit keine Retraumatisierungen stattfinden und die betreffende Person in dem ihr angemessenen Tempo selbstbestimmte Entwicklungsschritte machen kann.

Auch bei Einzelsitzungen steht das Anliegen im Mittelpunkt.

Für die einzelnen Worte werden Platzhalter genommen, auf die sich die betreffende Person stellt, um neue Einsichten über die eigene Traumabiografie in Erfahrung zu bringen."


Die Anliegen-Methode im Video erklärt

In diesem Video erklärt Franz Ruppert die Anliegen-Methode (Stand: 2018). Die Methode wurde seither verfeinert und es dürfen nur noch maximal drei Elemente eingebracht werden. Hierzu kann auch ein Satz gebildet werden und drei Elemente daraus ausgewählt werden. 


Weiterführende Informationen

Franz Ruppert: Das Trauma der Identität (90 Minuten)

Psychische Traumata erleiden wir oft schon in unserer frühen Kindheit. Sie führen zu psychischen Aufspaltungen, zu Ich-Verlust, Desorientierung und Unklarheiten in den eigenen Lebenszielen. So werden wir zwar älter und reifen körperlich, es können auf dieser Grundlage aber keine konstruktiven Beziehungen auf einer Erwachsenen-Ebene entstehen. Immer wieder geraten wir dann in Freundschafts-, Paar- oder Arbeitsbeziehungen in ausweglose Abhängigkeiten wie in der Kindheit. In seinem Vortrag geht Professor Franz Ruppert auf die „Anliegenmethode“ ein, durch sie haben wir die Möglichkeit, unsere innere psychische Struktur und die Qualität unserer Beziehung zu uns selbst und zu anderen sichtbar werden zu lassen. Identitätsaufstellungen helfen, dass wir uns aus symbiotischen Verstrickungen lösen und abgespaltene eigene Anteile integrieren können. So werden wir immer mehr ganz Ich und auf eine gute Weise beziehungsfähig, in der Paarbeziehung, in der Familie und in der Gesellschaft.

Tabuthema Trauma - Jede Krankheit hat eine seelische Ursache - Prof. Dr. Franz Ruppert (9 Minuten)

"Wucherungen, Rheuma, Rückenschmerzen, - die Liste der Krankheiten, an denen viele Menschen leiden, ist endlos. Genauso endlos wie die Anzahl der medizinischen Behandlungsmethoden, denen Patienten ausgesetzt werden. Unser heutiger Gast verfolgt einen anderen Ansatz. Forschungsergebnisse haben ergeben, dass quasi sämtliche Krankheiten die Folgen von Psychotraumata sein können. Professor Dr. Franz Ruppert ist Experte für Psychotraumata. Im Gespräch mit Robert Fleischer erläutert er, wie es zu Psychotraumata kommt und welche Bedeutung sie nicht nur für unsere Gesundheit haben."

Körper und Psyche meinen es gut mit uns - Franz Ruppert und Anja M. Stieber

"In diesem Interview geht es interessante Fragen rund um das Thema Körper und Psyche und was das Psychotrauma mit uns macht. Wie erkennt man ein Psychotrauma? Wie kommt es, dass Trauma körperlich krank macht? Was hat Stress damit zu tun? Stimmt es tatsächlich, dass ein Trauma bereits während der Zeugung entstehen kann?"