Unser Immunsystem ist ein sehr komplexes System, dessen Aspekte in ihrer Gesamtheit mit Sicherheit noch nicht von der Wissenschaft beleuchtet wurden. Vieles wissen wir in unserer heutigen Zeit jedoch sehr wohl, so stellt unser Immunsystem das Abwehrsystem unseres Organismus gegenüber Krankheitserregern dar.

Das Wort “Immun” stammt aus dem lateinischen und bedeutet unberührt, frei oder rein, dies signalisiert einen sauberen, unberührten und freien Körper.

In unserem modernen Wortschatz ist das Wort Immunsystem in aller Munde, tagtäglich in den Medien und auch der Arzt rät zum Aufbau eines gesunden Immunsystems.

Doch womit schaden wir ihm oder besser noch, womit könnten wir es stärken?

Hier habe ich für Dich 5 Punkte welche Du vermeiden solltest um Dein Immunsystem nicht aus der Balance zu bringen und damit gleichzeitig 5 Tipps, womit Du Dein Immunsystem auf hochtouren bringen kannst!

1. Antibiotika, der Killer einer gesunden Darmflora

Antibiotika sind sehr nützliche Medikamente für bestimmte bakterielle Erkrankungen und ein Segen für die Menschheit. Jedoch zerstören Antibiotika nicht nur die unliebsamen Krankheitserreger, sondern beeinträchtigen die Gesundheit der Darmflora und somit das Immunsystem.

Man hat herausgefunden, dass die Immunzellen durch mangelnde Sauerstoffaufnahme nicht mehr richtig arbeiten können, dies hemmt die natürliche Immunabwehr.

Zwischen im Darm angesiedelten Bakterien, welche für eine gesunde Verdauung zuständig sind sowie den auch in geringen Mengen natürlich vorkommenden Pilzkulturen, kann es zu einem Ungleichgewicht kommen. Dies hat ebenfalls eine Schwächung des Immunsystems mit teils unliebsamen Begleiterkrankungen zur Folge, wie z.B. Hautpilz, Soor, Candida Erkrankungen der Schleimhäute und Magen- Darmerkrankungen.

Eine Antibiotikaresistenz tritt leider auch bei immer mehr Menschen auf, die bedeutet bei ihnen wirken bestimmte Antibiotika, durch zu häufige Einnahme, nicht mehr.

Wie kannst Du Dich vor dieses Gefahren schützen, denn es kann durchaus notwendig sein das es einmal zum Einsatz von Antibiotika kommen muss. Hier habe ich für Dich ein paar hilfreiche Tipps zusammengetragen:

  • nimm Antibiotika so selten wie möglich ein, einige Krankheiten lassen sich auch natürlich behandeln, es braucht dann nur etwas Zeit und Geduld
  • beginne bereits während der Einnahme von Antibiotika, spätestens nach Absetzen dieser, mit dem Aufbau einer gesunden Darmflora
  • vermeide Zucker bei der täglichen Nahrungsaufnahme, dieser fördert die Überbesiedlung des Darms mit Pilzen
  • nimm Probiotika zu Dir, rohes Sauerkraut, fermentierte Lebensmittel, Kefir, Buttermilch Probiotika in Kapselform
  • Kraftfutter für die nützliche Darmbakterien, Vollkornprodukte, Getreideflocken, Obst, Nüsse, Artischocken, Chicoree, Zwiebeln, Knoblauch

2. Alkohol und Nikotin, machen den Körper anfälliger für Infekte

Alkohol und Rauchen schadet der Gesundheit… das haben wir doch schon als kleine Kinder gelernt. Jedoch ist es doch in der Regel so, auf dem Weg ins Erwachsenenalter kommen wir alle an diesen sogenannten leichten Drogen nicht vorbei.

Dabei ist der Einfluss auf unsere Gesundheit ganz verheerend. Trinkst Du Dir einen Rausch an, deaktivierst Du Dein Immunsystem für mindestens 24 Stunden! Alkohol wird leider in unserer Gesellschaft viel zu sehr verharmlost, es zerstört Organe, lässt Gehirnzellen absterben und ruiniert auch noch die Immunabwehr, selbst viele Stunden nach der Einnahme.

Ebenso hat das Rauchen eine negative Auswirkung auf das Immunsystem, es ist zwar in Alarmbereitschaft und bekämpft manche Bakterien schneller als normal, jedoch entstehen langfristig gesehen dauerhafte Entzündungsprozesse im Körper.

Durch das Rauchen wird außerdem der tägliche, normale Reinigungsprozess der Bronchien deaktiviert. Beim Rauchen von nur einer Zigarette werden die reinigenden Flimmerhaare der Bronchien bereits für 6 Stunden gelähmt. So entsteht bei dem regelmäßigen Genuss einer Zigarette langsam aber sicher, der sogenannte Raucherhusten.

Die Schleimschicht wird, um sich vor Viren und Bakterien zu schützen, in den Atemwegen gebildet, diese wird immer dicker und ein normales Atmen kann nur noch durch Abhusten gewährleistet werden.

Als Tipp zum stärken des Immunsystems gibt es hier eigentlich nur ein Fazit:

Das Rauchen ganz sein lassen und Alkohol möglichst meiden oder in sehr geringen Mengen, ab und zu einmal, zu sich nehmen.

Denn jede noch so vitaminreiche, mineralstoffreiche Ernährung bringt gar nichts, wenn täglich Alkohol und Zigaretten konsumiert werden.

3. Eine unausgewogene, vitaminarme Ernährungsweise

Aus der Seefahrergeschichte ist es Dir vielleicht bekannt, die Krankheit Skorbut. Die Seefahrer wurden auf ihren langen Reisen von verschiedenen Krankheitssymptomen heimgesucht, Durchfall, Erschöpfung, Fieber, Zahnfleischentzündungen, Zahnausfall, Knochenentzündungen, Appetits- und Gewichtsverlust bis hin zum Tod.

Durch die Erkenntnis, dass Vitamin C reiches Sauerkraut hier Abhilfe schaffte, wurde das Bewusstsein gestärkt, vermehrt auf die Nahrung zu achten. Leider gibt es auch in unserer heutigen Zeit, trotz ausreichender, vielseitiger Ernährungsmöglichkeiten, sehr häufig verschiedene Mangelerscheinungen.

Dies kann sowohl die Vitamine als auch die Mineralstoffe betreffen. Vor allem die einschlägigen Fastfood Restaurants, einseitiges, bevorzugt nur Fleisch und Weizenmehl orientiertes Essen ist sehr vitamin- und mineralstoffarm.

Achte deshalb auf eine möglichst ausgewogene Ernährung. Hierbei ist es durchaus möglich, dass Du eine bestimmte Ernährungsweise bevorzugst. Es ist möglich die Ketogene Ernährung, Low Carb, Vegane oder auch ganz normale Ernährungsweisen zu wählen.

Bestimmte grundlegenden Nahrungsmittel darfst Du allerdings bei allen Ernährungsformen zur Stärkung Deines Immunsystems nicht außer acht lassen!

  • Gemüsesorten die Dein Immunsystem stärken: rote, gelbe, orange und tiefgrüne Gemüse wie Grünkohl, Brokkoli, Karotten, Tomaten, Spinat
  • Obst wie z.B. Zitronen, Bananen, Guaven, Orangen, Bananen, verschiedene Arten von Beeren, dunkle Früchte wie Kirschen und dunkle Weintrauben
  • Gewürze wie Kurkuma, Oregano, Knoblauch, Kümmel, Cayennepfeffer sowie Zimt
  • ein Geheimtipp ist die Tragant Heilpflanze aus Asien, ein Tee oder eine Suppe aus ihr zubereitet hat beinahe eine wundersame Wirkungsweise auf das Immunsystem, speziell wird es bei HIV, Krebs oder chronisch erkrankten Patienten angewandt

4. Kaum zu glauben aber wahr: Stress ist ein Gegner des Immunsystems

Es ist mittlerweile bewiesen, chronischer Stress wirkt sich sehr negativ auf die seelische Gesundheit aus und beeinflusst somit das Immunsystem. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass sich die seelische Verfassung eines Menschen negativ auf das Immunsystem auswirkt.

Ruft man sich die Auswirkungen von Stress auf den Schirm, so hat man es mit Herz- Kreislauferkrankungen, Herzinfarkt, Bluthochdruck und allen voran mit Magen- Darmerkrankungen, wie Magengeschwüre, Darmkrebs oder Morbus Crohn zu tun.

Es ist sehr schwer hier einen Leitfaden zu erstellen, indem man dieser Falle entrinnen kann. In unserer Gesellschaft ist mit sicherheit beinahe jeder schon in die Stressfalle getreten, teilweise sogar schon unsere Kinder in den Schulen.

Als Empfehlung möchte ich Dir folgendes mit auf den Weg geben:

  • vermeide, wenn möglich, Stress! Ist dies nicht möglich, beginne Dein Leben zu ändern um dem chronischen Stress zu entgehen
  • übe Achtsamkeit im Alltag
  • versuche Meditation, Yoga in den täglichen Ablauf zu integrieren
  • achte auf ausreichend Schlaf in gesunder Umgebung

5. Mangel an Bewegung

Bewegst Du Dich zu wenig, sei es aus beruflichem Zwang heraus oder einfach nur der Trägheit geschuldet, so tust Du Dir und Deinem Immunsystem nichts gutes!

Nach einer kurzen Zeit wird es beginnen Dich einzuholen, Du bekommst eventuell:

  • chronische Verdauungsstörungen
  • chronische Krankheiten in den Organen
  • Kopfschmerzen
  • Osteoporose
  • Herz- Kreislauferkrankungen
  • Erkältungen
  • Diabetes
  • Übergewicht

All diese einzelnen unliebsamen Störungen beeinflussen wiederum Dein Immunsystem! Deshalb lass es nicht so weit kommen, dass Folgeerscheinungen des Bewegungsmangels Dich in Deiner Gesundheit beeinträchtigen.

Achte stets auf eine möglichst zuckerarme Ernährung, bringe mit regelmäßigen jährlichen Fastentagen, Heilfasten oder auch Intervallfasten Dein Immunsystem in Schwung.

Vergiss nicht genügend frisches Obst und Gemüse in Deinen Ernährungsplan zu integrieren, achte auf ausreichend Schlaf sowie meide Alkohol und Nikotin.

Es sollte Deinem Immunsystem dann nicht schwerfallen Dich vor unliebsamen Bakterien und Viren zu beschützen!

Über den Autor

Dies ist ein Gastbeitrag von Tobias von Brainperform. Er ist Ketorianer, Biohacker, Autor und Blogger auf www.brainperform.de. In seinen Artikeln gibt er seinen Erfahrungsschatz aus jahrelangem Biohacking weiter, welcher sich auf eine ketogene Ernährung, dem Intermittierendem Fasten, mehr mentalen Fokus und einem besseren Schlaf bezieht. Mehr über Tobias findest du auf seiner Website https://www.brainperform.de.