Heute möchte ich mit euch mal wieder einen Blick in die Geschichte werfen. Genauer gesagt in die Geschichte der Ernährungspyramide. Grundsätzlich gibt es einige sehr interessante Fakten in der Geschichte, die man in den offiziellen Historien, z.B. der DGE nicht so lesen kann. Die Geschichte der Ernährungspyramide ist ähnlich „versteckt“. Um zu verstehen, warum die offizielle Ernährungspyramide so aussieht, wie sie aussieht, möchte ich heute mal keine Nährstoffe heran ziehen. Man kann lange darüber diskutieren, ob Zink und Magnesium aus dem vollen Korn nun aufgenommen werden kann, oder nicht. Darum geht es mir heute mal nicht. Sondern vielmehr darum, warum das gute Korn denn so vehement verteidigt wird, obwohl es dieses mittlerweile ja eigentlich nirgends mehr zu kaufen gibt.

Eine schwedische Idee erobert die Welt

Neben IKEA haben die Schweden der Welt noch deutlich mehr gebracht als nur Regale, bei denen die Schrauben fehlen und selbst die liebevollsten Ehepaare in Streit geraten.

Eines der wesentlichen Exportschlager der Schweden ist die Ernährungspyramide, die bis heute in weiten Teilen der westlichen Welt für Gesundheit und volle Mägen sorgen soll. Aber wie kam es dazu?

 

Die erste Ernährungspyramide und Agnstäter

Die erste Ernährungspyramide und Anna Britt Agnsäter

Schweden, 1970. Die Lebensmittelpreise steigen und das Volk verlangt nach Lösungen. Der nationale Ausschuss für Gesundheit und Wohlfahrt sucht nach einer Lösung den Leuten eine praktische Hilfestellung für den Alltag an die Hand zu geben als Anna Britt Agnsäter, Kochbuchautorin und Mitarbeiterin einer Einzelhandelskooperative auf der Bildfläche erscheint und 1972 die erste Ernährungspyramide der Welt publiziert. Agnsäters Ziel? Gesund und vor allem billig.

Aber schauen wir uns mal genau an, was da zu sehen ist. Brot und Milchprodukte bilden zwar die Basis, aber nehmen im Vergleich zu Gemüse und etwas Obst einen deutlich geringeren Raum ein. Fleisch und Geflügel ist zwar in der Spitze zu finden, aber auch dieser Abschnitt ist nicht klein und sollte vor allem unter Kostenaspekten bewertet sein.

Wie wir heute dank billiger Fertiglebensmittel wissen, sind Preis und Nährwert zwei Dinge, die selten gut zusammen passen. Billig bedeutet oft minderwertig, zumindest, wenn es aus der industriellen Produktion stammt. Das hielt die USA aber nicht davon ab, genau dieses Modell für die Visualisierung der optimalen, gesundheitserhaltenden Ernährung zu nutzen.

Luise Light und die Macht der Agrarwirtschaft

In der großen neuen Welt machte sich zum Ende der 70er Jahre eine junge, motivierte Ernährungswissenschaftlerin namens Luise Light daran, dem Volk eine wirklich nützliche Leitlinie an die Hand zu geben, nach der sich die individuelle Gesundheit erhalten ließe. Light, zu diesem Zeitpunkt frischgebackene Doktorin mit Lehrauftrag an der Universität von New York, erhielt den Ruf die „Basic Four“, die Nachkriegs-Richtlinien, zu überarbeiten und aus ihnen ein zeitgemäßeres Modell für die Ernährung des Volkes zu erschaffen. Das Ziel der „Basic Four“ (Fleisch, Milchprodukte, Getreide, Früchte und Gemüse), nämlich die Mägen der Menschen in den USA nach dem Krieg flächendeckend zu füllen, war längst erreicht. Vier Portionen Gemüse und Obst, zwei Portionen Fleisch oder Fisch, vier Portionen Getreide und etwas Milchprodukte für jeden, bildeten seit 1956 die Grundlage der „Basic Four“.

Die "Basic Four", 1966

Die „Basic Four“, 1966

Doch das Land hatte sich gewandelt. Anfang der 70er war es Zeit für eine gesundheitsorientierte Leitlinie, die der Fast Food- , Zucker- und Snack-versessenen Nation so einiges an Verbesserung bringen sollte. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Schlaganfälle und Diabetes waren längst keine seltenen Phänomene in den Arztpraxen mehr.

Light packte also ihre Sachen und zog nach Washington, um dort mit einem Team motivierter Ernährungswissenschaftler an einer neuen, zeitgemäßen Leitlinie zu arbeiten.

Noch bevor sie ihren ersten Arbeitstag antrat, erhielt sie eine Einladung zum Essen. Ein Dutzend älterer Herren in dunklen Anzügen führte sie fein aus und gedachte so zu erfahren, was Luise Light denn nun plane zu empfehlen. Light ließ sich nicht beeindrucken. Die Interessen der Lobbyisten standen für sie nicht an erster Stelle.

Für Monate versank sie mit ihrem Team in wissenschaftlichen Ausarbeitungen, suchte Verbindungen zwischen Ernährung und Krankheit, untersuchte bio-chemische Zusammenhänge und las Bevölkerungsstudien, um alle Aspekte aus allen möglichen Winkeln zu betrachten. Sie versuchte sogar die unterschiedlichen politischen Lager unter einen Hut zu bekommen, obwohl Politik nicht zu den Dingen zählt, die einem beim Thema Gesundheit und Prävention als erstes einfallen.

Die Arbeit zahlte sich aus, wie die eloquente Denise Minger in ihrer unterhaltsamen Analyse „Death by Foodpyramid“ („Tod durch die Ernährungspyramide“) schreibt [1].

„Die neue Richtlinie war eine Safari durch die Gemüseabteilung – fünf bis neun Portionen frisches Obst und Gemüse pro Tag. Eiweißhaltige Lebensmittel wie Fleisch, Eier, Nüsse und Bohnen waren mit 150-200g pro Tag vertreten; für Milchprodukte wurden zwei bis drei Portionen pro Tag empfohlen. Anstatt das zu promoten, was bald eine nationale Fettphobie wurde, empfahl Lights Leitlinie 4 Teelöffel kaltgepresste Öle, wie Olivenöl oder Rapsöl zusätzlich zu den natürlich vorkommenden Fetten. Die Richtlinie beschränkte Zucker auf weniger als 10 Prozent der täglichen Kalorienmenge und schob raffinierte Kohlenhydrate mit Weißbrot, Crackern, Bagels und Brötchen in die „no-bueno“ Zone mit Süßigkeiten und Junk Food. Und der Knaller: Getreide wurde auf maximal zwei bis drei Portionen pro Tag zurechtgestutzt, wenn dann natürlich Vollkorn. (Die untere Menge war für die meisten Frauen und weniger aktive Männer, für die ein Sandwich am Tag die tägliche Quote erfüllen sollte.)“

Die neue Leitlinie, so Light und ihr Team, würde kaum negative Auswirkungen auf Konsumenten und die Lebensmittelindustrie haben. Zufrieden mit dem Ergebnis schickte Light ihre Empfehlungen an das Büro des Secretary of Agriculture – und war geschockt, was sie von dort zurück erhielt. Lights Vorschlag, den heute jeder einigermaßen gebildete Ernährungsberater unterschreiben würde, war nicht widerzuerkennen. Die Getreideportionen wurden vervierfacht, der Vollkornzusatz wurde gestrichen. Bei den Milchprodukten wurde eine Portion drauf gelegt, die Fette verschwanden. Gemüse und Obst – der Kern von Lights Empfehlungen – fanden sich nur noch in zwei bis drei Portionen wieder. (Das Nationale Krebsinstitut erwirkte später eine Verdopplung der Menge.) Und Lights Zuckermenge, die schon damals den heutigen WHO-Empfehlungen entsprach, wurde schwammig mit „moderatem Konsum“ eingeschränkt. Eine Formulierung, die die meisten Institutionen heute noch wählen. Sie können alles essen, sie müssen nur „moderat“ essen. Was auch immer das bedeutet. Rund 20 Jahre später war es dann soweit: die erste Ernährungspyramide wurde veröffentlicht und sollte fortan den U.S.-Bürgern als Grundlage für ein gesundes Leben dienen. Light war entsetzt, war diese Ernährungspyramide doch für sie ein Patentrezept für Übergewicht und Zivilisationskrankheiten [2].

Die erste amerikanische Ernährungspyramide des U.S. Landwirtschaftsministeriums, 1992

Die erste amerikanische Ernährungspyramide des U.S. Landwirtschaftsministeriums, 1992

Die Kritik auf die Veröffentlichung der ersten Ernährungspyramide lies dann auch nicht lange auf sich warten. In einem kurzen Artikel für die Washington Post schreibt Candy Sagon ein Jahr nach der Veröffentlichung der Pyramide:

„Die Ägypter bauten Pyramiden für ihre Toten. Vor einem Jahr wählte die U.S. Landwirtschaftsbehörde eine Pyramide für ihre neue Ernährungsleitlinie. Was wollen die uns sagen?“

Sagon fährt fort, wie schwer es ist die sechs bis elf Portionen Getreide, Reis und Kartoffeln am Tag reinzubekommen – selbst, wenn das eigene Bewegungspensum relativ hoch ist. Die Kollegen vom Magazin Eating Well machten daraus eine Art Challenge. Leider schaffte nur einer von 15 Kollegen die unsäglichen Mengen Getreide, Obst und Gemüse. Und so fragt Sagon, wie mächtig wohl die Lobby der Getreidebauern beim Design der Pyramide gewesen ist [3].

Aber auch einige andere, praktischere Fragen blieben offen.

Was ist mit Cafe Latte? Zählt das zu den Milchprodukten? Was ist mit den Rosinen im Müsli? Zählt das zu den Obstportionen? Und was ist mit Käse? Ganz klar ein Milchprodukt, aber was ist mit dem enthaltenen Fett? Wird das in die Spitze der Ernährungspyramide gerechnet, dem Ort, wo alles nur „moderat“ konsumiert werden sollte?

Die Ernährungspyramide hinterlässt bis heute mehr Verwirrung als Klarheit. Den ersten Versuch einer Antwort auf die Frage, wo Cracker, Instant-Kartoffelbrei und Cocktailkirschen nun hingehören, versuchte die Penn State Universität im Jahr 1995 in einer überaus unterhaltsamen Publikation im Journal of the American Dietetic Association zu beantworten.

Demnach gehören Kuchen, Kekse, Mikrowellen-Popcorn, Käse-Cracker und Mais-Chips zu den täglich empfohlenen Getreideportionen. Instant-Kartoffelbrei und Kartoffelchips sind Gemüse, Cider und Cocktailkirschen Obst, Hot Dogs und Kokosnüsse landeten in der Fleisch, Fisch und Nüsse-Gruppe und Eiscreme, Streichkäse und Englische Creme (Custard) sind ganz klar Milchprodukte, während Frischkäse und Apfelkraut (ganz klar Obst, oder?) in der Fett, Öl und Süßigkeiten-Spitze positioniert wurden.

Diese Pyramide, die Ernährungsexperten helfen sollte ihre Kunden besser zu beraten und die Nachricht des U.S. Landwirtschaftsministeriums in die Welt zu tragen, löste nicht nur in Fachkreisen großes Gelächter und noch ein wenig mehr Verwirrung aus.

Schwer einzusortierende Lebensmittel "Hard-to-place-foods", Penn State University, 1995

Schwer einzusortierende Lebensmittel „Hard-to-place-foods“, Penn State University, 1995

Kommen wir zurück zu Luise Light. Warum wurde ihre Richtlinie derart demontiert, dass sie kaum widerzuerkennen war? Die offizielle Erklärung lautete, dass nur so die Kosten für das nationale Ernährungsprogramm mit Lebensmittelmarken für die armen Teile der Bevölkerung zu bewältigen wären. Obst und Gemüse ist teuer und die Landwirtschaftsbehörde befand, dass sie aus ernährungsphysiologischer Sicht sowieso mit Getreide gleichzusetzen sind. Die Lebensmittelmarken blieben bezahlbar und alle schienen zufrieden.

Bis auf Luise Light. Sie war erstaunt, dass die Lebensmittelmarken plötzlich als Restriktion für ihre Richtlinie auftauchten. Sie wurden vorher nie erwähnt, wie sie im Jahr 2006 in der Rekapitulation „What to eat“ über ihren politisch modifizierten Guide schreibt. Light war desillusioniert und fühlte sich verraten – wohl auch, weil sie ihren Lebtag das Gefühl nicht loswurde, dass die Geschichte mit den Lebensmittelmarken nur die halbe Wahrheit war  [2].

Und wahrscheinlich hatte sie Recht. Denn was ist von einer Landwirtschaftsbehörde zu erwarten, die Herr über Getreideanbauflächen ist, die fünf Mal so groß sind wie ganz Deutschland. Ihre ureigene Aufgabe ist es, die Farmer und ihre lukrativsten Produkte zu unterstützen – egal, wie „gesund“ sie letztlich für die Bevölkerung sind. Solange der Schaden zu beherrschen scheint, ist das alles kein Problem. Aber der Schaden wird immer größer.

2005 überholten die Amerikaner ihre Ernährungspyramide und schafften ein Werk, das noch etwas komplizierter zu verstehen war. Beim Anblick dieser Pyramide fällt auch dem motiviertesten Gesundheitsfan nicht ein, was nun wie genau auf dem Teller angerichtet werden soll. Da die Übergewichtswelle in vollem Gange ist, lies die erstellende Agentur, die außerdem für McDonalds und die Snack Food Association tätig ist, ein Männlein auf den Essensberg klettern. Der soll deutlich machen, wie wichtig Bewegung ist. Auch in dieser Pyramide finden sich Kuriositäten. So fallen Linsen und Bohnen jetzt in die gleiche Lebensmittelgruppe wie Fleisch. Verstehe das, wer will.

2005mypyramid

My Pyramid (Meine Pyramide), 2005

Bei den Unmengen Getreide und Reis blieb man übrigens bis heute. Sicherlich nicht, weil Getreide und insbesondere Weizen in ihrer heutigen Form und Verarbeitungsweise so gesund sind, sondern weil starke Lobby-Verbände dafür sorgen. Denn es ist ein einträgliches Geschäft. Zwischen 1995 und 2014 subventionierte das U.S. Landwirtschaftsministerium den Weizenanbau mit US$ 39,9 Mrd., allein 2013 gab es für die Bauern US$ 2 Mrd. [4].

Und was hat das mit unserer Ernährungspyramide zu tun?

Auch in Deutschland spielt Getreide weiterhin eine herausragende Rolle in der Landwirtschaft und in den Ernährungsempfehlungen. Schlussendlich gibt es dafür ebenfalls historische Gründe, auf die ich sicherlich in einem anderen Artikel mal eingehe. Fest steht aber, dass wir wie so viele Organisationen auf dieser Welt seit 1945 unsere Ernährungsempfehlungen in den USA abschreiben. Warum genau das nach über 70 Jahren immer noch so ist, mag verschiedene Gründe haben. Einer davon ist sicher unser Wirtschaftssystem, das ähnlichen Prinzipien unterliegt. Und so ist Getreide (und Zucker) auch in Europa und vor allem in Deutschland vor allem eins: hoch profitabel.

Rund 184.000 von 285.000 landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland bauen Getreide an. 60% der 48 Millionen Tonnen Getreide, die dort erzeugt werden, gehen in die Tierfütterung. Das hat übrigens kaum etwas mit artgerechter Haltung zu tun, sondern dient rein der schnellen Mast – ein Fakt, der einen vielleicht wundern lässt, wenn man sich überlegt, dass auch wir jede Menge davon verzehren sollen.

Nur 10 Millionen Tonnen Getreide (etwa 25%) landen als Nahrung auf unseren Tellern, der Rest (15%) dient der Energieerzeugung oder der Industrie als Rohstoff. Nach Frankreich sind wir Deutschen im europäischen Vergleich übrigens die größten Getreideproduzenten. Von 143 Millionen Tonnen Weizen, die 2013 in Europa geerntet wurden, haben wir in Deutschland allein 48 Millionen Tonnen (34%) produziert.

Getreide-, Mais- und Kartoffel-Anbauflächen in Deutschland, Quelle: BMEL 2014

Getreide-, Mais- und Kartoffel-Anbauflächen in Deutschland, Quelle: BMEL 2014

In den vergangenen 70 Jahren haben wir den Ernteertrag übrigens deutlich gesteigert. Wurden 1950 noch 2.580kg Weizen pro Hektar geerntet, schaffen wir heute mit 8.000kg mehr als das Dreifache auf der gleichen Fläche. Ähnlich sieht es bei Milchprodukten (7.340 Liter statt 2.480 Liter pro Kuh und Jahr) und Eiern (294 statt 120 pro Henne und Jahr) aus. Unsere Landwirtschaft ist also ungleich effizienter geworden. Und trotzdem schaffen wir es in Deutschland in vielen Bereichen noch nicht, uns selbst aus dem erzeugten zu ernähren. Insbesondere Gemüse und Obst – das, was nicht nur der gesunde Menschenverstand für gesund hält – müssen wir zu großen Teilen importieren [5].

Durchschnittlicher Selbstversorgungsgrad 2012 bis 2014, Quelle: BMEL 2016

Durchschnittlicher Selbstversorgungsgrad 2012 bis 2014, Quelle: BMEL 2016

Zum Verständnis: Laut Wikipedia ist der Selbstversorgungsgrad (SV) die Inlandserzeugung von Produkten gemessen am Gesamtverbrauch der Produkte in Prozent. Ein Zustand, eines SV von (mindestens) 100 % wird als Autarkie bezeichnet. Ich möchte anmerken, dass ein SV von 100% keinesfalls zu Zuständen wie in der DDR führt (was auch immer das heißen mag, denn es hatten alle genug zu essen, wenn auch keine bunten Joghurts und Tütensuppen). Hingegen führt ein SV von über 100% zu Lagerung, Vernichtung und/oder Export.

Für mich stellt sich die Frage, ob man hier verschieben könnte. Kann ich beispielsweise die Überproduktion an Kartoffeln in Gemüse umwandeln. Während es hier natürlich ganz viele landwirtschaftliche Variablen, wie Boden, Klima etc. gibt, möchte ich dennoch mal zwei Bilder bemühen, die vor allem den Preis des Ganzen unterstreichen sollen. Wer dieser Tage durch Deutschland fährt, sieht etwas davon. Im Sommer in Mecklenburg-Vorpommern, wo mir der Weizen dieses Jahr kaum noch bis zur halben Wade reichte, weil er so kurz gezüchtet wurde.

Die Ernte, wie auch die Pflege der Felder sieht in etwa so aus:

Getreideernte, Quelle: Alekss / fotolia.com

Getreideernte, Quelle: Alekss / fotolia.com

Im Gegensatz dazu die Gemüseernte, die man seit einigen Wochen bis jetzt in den Herbst hinein in Deutschlands Gemüsegarten, der Pfalz und bald auch hier oben bei uns im Norden in den Kohlanbaugebieten bewundern kann. Die Ernte und auch die Pflege sieht so aus. In der Pfalz sind das Kolonnen von Rumänen und Bulgaren, die jetzt in der Erntezeit dafür sorgen, dass unser Gemüse „wettbewerbsfähig“ bleibt.

In meinen Augen gibt es andere Lösungen als Löhne zu drücken und Menschen im Sinne des maximalen Profits mit Füllstoffen zu mästen, aber das steht leider auf einem anderen Blatt.

Gemüseanbau in der Pfalz, Quelle: dpa/R.Wittek/focus.de

Gemüseanbau in der Pfalz, Quelle: dpa/R.Wittek/focus.de


Referenzen

[1]      D. Minger, Death by Food Pyramid, 1. Auflage. Malibu: Primal Blueprint Publishing, 2013.

[2]      L. Light, What to eat – the ten things you really need to know to eat well and be healthy, 1. Auflage. McGraw-Hill, 2006.

[3]      C. Sagon, “A HARD PYRAMID TO SWALLOW?,” The Washington Post, 28-Apr-1993.

[4]      EWG’s Farm Subsidy Database, “Farm subsidies in the United States.” [Online]. Available: https://farm.ewg.org/progdetail.php?fips=00000&progcode=wheat.

[5]      R. 121 BMEL, “Landwirtschaft verstehen – Fakten und Hintergründe,” Berlin, 2016.