Immer wieder bekomme ich Mails in denen sinnhaft soetwas steht wie „Ich mag keine rote Beete.“ Ich persönlich liebe rote Beete, ob als Kwas oder als Rohkostsalat oder als Ofengemüse. Rote Beete ist reich an Mineralien, Folsäure, Eisen und jeder Menge Vitaminen.

Warum mögen viele Menschen also keine rote Beete?

Für den Geschmack des Wurzelgemüses gibt es einen guten Grund und der ist nicht, dass das Gemüse in der Erde gewachsen ist. Verantwortlich für den etwas erdigen Geschmack ist der bicyclische Alkohol Geosmin, der durch Mikroorganismen im Boden produziert wird. Manche Menschen reagieren auf den erdigen Charakter hochsensibel. Geosmin ist auch der Stoff, der den Geruch von Erde bei Regen nach langer Trockenheit ausmacht und aus Karpfen und Welsen einen eher muffigen Fisch macht.

Den erdigen Geruch (und damit auch vermeintlich den Geschmack) kann man mit Hilfe von Essig zersetzen. Daher der traditionelle „Karpfen blau“, der in Essig gegart wird. Essig zersetzt Geosmin in eine geruchlose und damit auch eine geschmacklose Substanz.

Es liegt also nicht nur an dir, sondern es gibt einen einfachen biologischen Grund, wenn du keine rote Beete magst. Versuchs doch mal als Rohkostsalat mit etwas Essig und einem säuerlichen Apfel, vielleicht erlebst du ein ganz neues Geschmackserlebnis 🙂

Schnelles Rezept gefällig?

Rote-Beete-Salat
 
Vorbereitungszeit
Kochzeit
Zubereitungszeit
 
Autor:
Rezepttyp: Salat
Küche: vegetarisch, vegan, paleo
Portionen: 2
Zutaten
  • 2 mittlere rote Beete (roh)
  • 1 säuerlicher Apfel
  • Saft einer halben Zitrone
  • 2 EL Apfelessig
  • Salz, Pfeffer
  • Nach Belieben: Sesam, Kürbiskerne, Mandelsplitter, Walnüsse o.ä.
So einfach geht's
  1. Handschuche anziehen und die rote Beete mit dem Sparschäler schälen.
  2. Asnchließend rote Beete und Apfel auf der Gemüsereibe raspeln.
  3. Saft einer halben Zitrone mit Essig, Salz und Pfeffer vermischen und über den Salat geben
  4. Nach belieben mit Sesam, Kürbiskernen, Mandelsplittern o.ä. anrichten.