In meiner kleinen 2-Mann-Familie (bzw. Mann und Frau Familie) ist Gulasch und alles, was aus dem Schmortopf kommt ein absolutes Highlight. Ich habe nur eine leise Ahnung warum, aber Fleisch schmeckt für uns am besten gut geschmort und mit möglichst frischen Kräutern und Gewürzen veredelt. Liest man die Aufzeichnungen von Stefansson oder auch Nourishing Traditions, dann hat man eine Idee, dass das lange Schmoren oder Köcheln von Fleisch evolutionär wichtig war.

Vielleicht ist das einer der Gründe, warum wir schon vor vielen Jahren in echt gute Schmortöpfe investiert haben. Gute Freunde haben zu bestimmten Festen ihren Beitrag zu unserem Bestand geleistet. Wir haben 2 gute Stücke (den und den) und einer davon steht fast jede Woche auf dem Herd. Da bleibt er dann aber auch fast die ganze Woche, denn das, was wir darin am Wochenende kochen, reicht locker bis Mittwoch oder Donnerstag. Unser Gulasch – oder was auch immer für ein Schmorgericht bei uns auf dem Teller landet – ist mengenmäßig betrachtet eine Beilage zum Gemüse.

Auch, wenn wir zugegebener Maßen gern gutes Fleisch essen (wir kaufen natürlich nicht beim Discounter, sondern so gut es in der Stadt eben geht – Bioladen oder wenn es Bio-Angebote im Großhandel gibt), liegt unser Durchschnittsverbrauch sicher weit unter dem der Deutschen. So kommt Wurst bei uns z.B. nur auf den Teller, wenn wir irgendwo eine Spezialität ergattern können. Ich selbst esse sie seit Jahren so gut wie gar nicht mehr. Und wir essen auch wenig auswärts (wer einmal in der Gastronomie gearbeitet hat, weiß, was da in den Müll fliegt – wer das und noch mehr wissen will, sollte dieses Buch von Anthony Bourdain lesen).

Warum ich das alles schreibe, obwohl es hier um ein Rezept geht? Weil auch du dir vor jeder Mahlzeit Gedanken darüber machen solltest, ob das, was du da tust nachhaltig und gesund sein kann. Eine gut formulierte und natürliche Low-Carb Ernährung heißt nicht Fleisch en masse zu essen, sondern auf Qualität und Nachhaltigkeit zu achten.

Nun aber zu einem tollen Rezept, das dir wirklich gute innere Hitze bringt und gut zu allen Wintergemüsesorten passt.

 

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Wärmendes Chili-Gulasch für kalte Tage
 
Vorbereitungszeit
Kochzeit
Zubereitungszeit
 
Autor:
Rezepttyp: Hauptgericht
Küche: Paleo
Portionen: 4-6
Zutaten
  • 700g Gulasch, z.b. Hüfte vom Rind
  • 2 große Zwiebeln, grob gewürfelt
  • 2 rote Paprika, geschält und entkernt
  • 3 Knoblauchzehen, grob würfeln
  • 2 TL Pfefferkörner, gemörst
  • 2 TL Paprikapulver
  • 1 TL Meersalz
  • 3 Lorbeerblätter
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 1 EL Tomatenmark
  • ¼ Liter Weißwein, 4cl Portwein (alternativ 300ml Rinder- oder Knochenbrühe)
  • 1 Tasse Wasser
  • 500gr Champignons, geputzt und in Scheiben
So einfach geht's
  1. Das Fleisch in einem Schmortopf oder einer Pfanne scharf anbraten.
  2. Die Zwiebeln, Knoblauch und das Tomatenmark dazu geben und mit anbraten, bis es leicht säuerlich riecht.
  3. Die Paprika mit dem Sparschäler grob schälen, entkernen, zerteilen und dazu geben.
  4. Pfeffer und Meersalz mörsen oder mit einem Küchenmesser flach zerdrücken und dazu geben.
  5. Parikapulver , Rosmarin und Lorbeer hinzugeben und unter mehrfachem Rühren alles anbraten.
  6. Mit Wein, Wasser und Portwein (alternativ: Rinder- oder Knochenbrühe) ablöschen.
  7. Stunde köcheln lassen.
  8. Dann die Pilze dazugeben und eine weitere ¼ Stunde köcheln lassen.

 
Fenchelgemüse
 
Vorbereitungszeit
Kochzeit
Zubereitungszeit
 
Autor:
Rezepttyp: Hauptgericht
Küche: Paleo
Portionen: 2-4
Zutaten
  • 2 Fenchelknollen
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Kokosöl
So einfach geht's
  1. Grüne Strünke abschneiden, Fenchel halbieren und den Strunk in der Mitte heraus lösen. Den Fenchel grob würfeln.
  2. In Olivenöl und Kokosfett 7-10 Minuten dünsten.