In Teil 1 dieser Serie habe ich dir ein paar Hinweise darauf gegeben, welche Symptome Probleme in deiner Verdauung anzeigen können und warum es so wichtig ist, Verdauungsbeschwerden sofort anzugehen.

In Teil 2 findest du eine ganze Reihe Tipps, die dir bei der Genesung helfen werden. Wenn du sie befolgst, wirst du schon ziemlich viel für eine gesündere Verdauung erreichen.

In diesem Beitrag möchte ich nun nochmal speziell darauf eingehen, wie die beiden größten Volksleiden Verstopfungen und Durchfall positiv beeinflusst werden können.

Was hilft bei Verstopfungen?

Zuerst natürliche alle Tipps aus Teil 2. Und diese hier:

Isst du genug Fett?

Galle ist dafür verantwortlich, dass Giftstoffe aus deinem Körper über den Stuhl ausgeschieden werden können. Um Galle produzieren zu können, brauchen wir Fett. Versuche etwas mehr gesunde Fette in deinen Mahlzeiten unterzubringen und schau mal wie es damit geht.

Hör auf deinen Körper – Geh auf’s Klo!

Du bist nicht zu Hause und musst auf’s Klo? Dann geh! Dieses Bedürfnis ist etwas völlig natürliches. Wer oft und regelmäßig seinen Stuhl anhält und nicht zur Toilette geht, wenn es drückt, bekommt Verstopfungen und vergiftet sich langsam von innen. Manche schämen sich für die falschen Dinge, wirklich. Vor allem Frauen haben dieses Problem auf Reisen (ich weiß wovon ich spreche). Es ist eine Kopfsache an der du im Sinne deiner Gesundheit arbeiten solltest, wenn es bei dir unterwegs, im Hotel oder beim campen, nicht „geht“.

Bewegung

Ein kleiner Spaziergang oder eine Runde Yoga (10 Minuten?) hilft, den Darm in Bewegung zu bringen.

Nahrungsergänzungsmittel

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Eisen- und Kalziumpräparate können bei der Eliminierung von Stuhl manchmal hinderlich sein. Sprich mit deinem Heilpraktiker oder lies Julias Post über Eisen um Hinweise darauf zu bekommen, wie du deinen Eisenhaushalt natürlich verbessern kannst.

Eine Kapsel Magnesium vor dem Schlafen, kann die Verdauung anregen. Du kannst die Menge bis auf 2 Kapseln erhöhen, oder so weit, bis du morgens einen guten Stuhlgang hast.

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Ballaststoffe

Ein Mangel an Ballaststoffen fördert nicht unbedingt Verstopfungen, im Gegenteil: manchmal können Ballaststoffe die Entleerung verhindern oder auch fördern. Zu viele Ballaststoffe wirken meist eher unglücklich. So lange du Probleme hast, bleib bei leicht verdaulichen Ballaststoffen, wie geschältem und gut gegartem Gemüse, anstatt kräftigen Rohkostsalaten. Es gibt Tipps Flohsamenschalen oder Leinsamen zu nutzen, aber das funktioniert nicht für jeden. Ich denke eine Ernährung reich an Gemüse ist in der Hinsicht ausreichend.

Füße hoch!

Wir alle hassen es, in Frankreich auf Autobahn-Raststätten zu „müssen“. Auch in Asien ist es normal: wir knien uns über ein Loch und machen unser Geschäft. Jahrmillionen war das unsere natürliche Haltung und tatsächlich ist unser Körper auch dafür gebaut. Wenn wir die Füße erhöhen löst sich das letzte Ende des Darms so, dass der Stuhl leichter passieren kann. Mittlerweile gibt es gute Squatty Pottys dafür, die man diskret unter/an das WC schieben kann. Aber der Kinderhocker von IKEA tut’s auch. Hebt die Füße!

Eine noch günstigere Alternative: Hände in den Nacken und die Ellenbogen auf die Knie. Funktioniert – ganz sicher.

Unterstützung der Schilddrüse

Jodreiche Lebensmittel können die Schilddrüse positiv beeinflussen, Selen ist aber noch wichtiger. Such dir am besten einen guten Heilpraktiker, der dich bei der Behandlung unterstützt. Bei Jutta Bruhn findest du mehr zu diesem Thema.

Was hilft bei Durchfall?

Durchfall ist ein ziemlich zuverlässiges Zeichen dafür, dass du irgendetwas in deinen Körper gibst, was dir nicht gut tut. Er will es dann so schnell wie möglich loswerden.

Neben den Hinweisen in Teil 2 dieser Reihe, kannst du auch folgende Punkte überprüfen:

Fett

Eventuell musst du zwischenzeitlich deinen Fettkonsum etwas zurück fahren, bis deine Gallenblase wieder ausreichend Galle produziert. Besonders bei der Umstellung auf eine LCHF-Ernährung (Low-Carb/High-Fat) kann das Problem auftauchen, wenn bisher nicht viel Fett gegessen wurde. Wir brauchen Fett um Fett verdauen zu können. Der Körper reguliert das mit der Zeit wieder von allein. Nimm dir Zeit.

Unverträglichkeiten und Allergien/Sensitivitäten

Überprüfe das Thema unbedingt. Dein Körper wehrt sich unter Umständen gegen etwas, was du ihm gibst. Das schadet deinem ganzen Organismus auf Dauer.

In unserem kostenlosen E-Book findest du konkrete Hinweise, welche Lebensmittel Probleme auslösen können. Ebenfalls in Teil 2 dieser Serie.

Trinke ausreichend.

Trinke unbedingt genug, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, den der Durchfall verursacht. Wasser, selbstverständlich. Bitte keine gezuckerten oder künstlich gezuckerten Getränke. Ziehe unbedingt auch Knochen- bzw. Fleischbrühe in Betracht, um die ausgespülten Nährstoffe aufzunehmen und den Darm bei der Heilung zu unterstützen.

Weniger Magnesium/Vitamin C

Beide Nahrungsergänzungen können Durchfälle auslösen. Prüfe, ob das bei dir der Fall sein könnte.

Fazit

Eine gestörte Verdauung kann sehr schwierig zu behandeln sein. Lange Detektivarbeit ist nötig und die Heilung kann Monate dauern. Ein paar Probleme bei der Umstellung, z.B. auf eine Paleo- oder eine natürliche Low-Carb-Ernährung, können passieren. Sollten die Probleme aber anhalten, solltest du dir einen Ernährungsberater oder einen Heilpraktiker zu Hilfe nehmen, um die Ursachen abzuklären.

Mehr erfahren?

Teil 1: Syptome und Zeichen einer gestörten Verdauung

Teil 2 : Tipps bei einer gestörten Verdauung