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Weil Kwas ein gesundes und leckeres Erfrischungsgetränk für warme Sommertage ist, möchte ich es nun auch all unseren Lesern hier im Blog vorstellen. Jetzt im Sommer ist der ideale Zeitpunkt den fermentierten Drink anzusetzen, da die hohen Temperaturen am Tag dabei helfen, dass die Milchsäurebakterien sich schnell vermehren und die Rote Beete fermentiert.

Was viele nicht wissen, ist, dass unsere Vorfahren wirklich gute Rezepte für einen gesunden Darm hatten. Die Fermentation als Methode der Lebensmittelzubereitung ist wohl eine der wichtigsten, die leider immer mehr in Vergessenheit gerät. Fermentierte Lebensmittel, wie Sauerkraut, sind nicht nur lange haltbar, sondern auch Probiotika und Präbiotika in einem. Sie enthalten eine riesige Vielfalt von freundlichen Mikroorganismen und gleich das passende Futter (Ballaststoffe) für sie.

Was ist Kwas?

Kwas (oder alt: Quas) ist ein fermentiertes Getränk, das ursprünglich aus Russland stammt und dort vorwiegend aus
Brot hergestellt wird. Es gilt dort als alkoholfreies Bier. In Deutschland kennen wir Kwas kaum. Bekannt ist hier vor allem der Kanne Brottrunk, der industriell ebenso hergestellt wird. Kwas ist ein tolles Erfrischungsgetränk, das wegen seiner positiven Auswirkungen auf unsere Darmflora gern täglich getrunken werden kann. Er lässt sich aus altem Brot oder auch aus rote Beete, Kohl, Möhren usw. ganz leicht selbst herstellen. Wie alle milchsauren Getränke und Lebensmittel sorgt auch Kwas für ein schön saures Milieu im Verdauungstrakt und hält damit den Darm gesund oder unterstützt ihn bei der Heilung.
Fermentierte Getränke kannst du täglich genießen. Als Verzehrmenge empfehlen sich 150ml in kleinen Schlucken. Wenn du nicht daran gewöhnt bist, kann es zu Beginn zu leichten Winden kommen. Dann einfach die Menge reduzieren und langsam wieder steigern.

Rote Beete Kwas

Gut fermentierten Rote Beete Kwas kannst du anstelle von Essig zur Zubereitung von Salatdressings verwenden. Das gibt dem Dressing eine schöne Farbe. Wenn dir der Geschmack nicht gefällt, dann lässt sich Rote Beete Kwas auch im zweiten Fermentierungsprozess im Kühlschrank mit frisch gepresstem Orangensaft verfeinern. Dazu einfach die Orange auspressen und zusammen mit dem Kwas noch einmal 2 Tage im Kühlschrank stehen lassen.
Rezept: Rote Beete Kwas
 
Vorbereitungszeit
Kochzeit
Zubereitungszeit
 
Autor:
Rezepttyp: Getränke
Küche: Vegan, vegetarisch, paleo
Portionen: 1,5-2 Liter
Zutaten
  • 2 mittelgroße Rote Beete Knollen
  • 100ml Sauerkrautsaft (z.B. milchsauer vergoren von Alnatura)
  • 2 TL Meersalz
  • 1,5 - 2 Liter Einmachglas
So einfach geht's
  1. Die Rote Beete schälen und in kleine Würfel schneiden. (Bio-Qualität muss nicht geschält werden, Handschuhe nicht vergessen!)
  2. Zusammen mit dem Salz und dem Sauerkrautsaft in das Einmachglas geben.
  3. Mit Wasser auffüllen und 3 fingerbreit Platz zum Rand lassen.
  4. Mit einem Tuch und einem Gummiring abdecken, so dass das Ferment atmen kann.
  5. Je nach Zimmer-Temperatur 3-7 Tage fermentieren lassen.
  6. Der Fermentationsprozess ist abhängig von der Temperatur. Je wärmer es ist, desto schneller wird fermentiert. Du kannst den Kwas in Flaschen abfüllen und den weiteren Fermentationsprozess langsamer im Kühlschrank vor sich gehen lassen.
Notizen
Rote Beete gehört zusammen mit Kohl zu den Gemüsesorten, die sich wunderbar fermentieren lassen und so einen tollen Beitrag zum Gleichgewicht unserer Darmflora leisten können.

Brottrunk

Eine interessante Alternative zu Rote Beete Kwas ist Brottrunk. Er soll reich an Glucuronsäure sein, die eine wichtige Rolle bei der Entgiftung durch die Leber spielt. Glucuronsäure bindet Gift- und Arzneistoffe sowie Steroidhormone und ermöglicht dem Körper so, diese zu entsorgen.

Brottrunk
 
Vorbereitungszeit
Kochzeit
Zubereitungszeit
 
Brottrunk ist sehr beliebt und kann fertig gekauft werden. Aber auch selbst gemacht ist das Getränk ein Hit, solange keine Unverträglichkeit vorliegt.
Autor:
Rezepttyp: Getränke
Küche: vegan, vegetarisch
Portionen: 2 Liter
Zutaten
  • 4-5 Scheiben Sauerteig-Brot
  • 2 Liter Wasser
  • 150ml Molke oder Sauerkrautsaft
  • 2 Teelöffel Meersalz
  • 100g ungeschwefelte Rosinen
  • 2 Bio-Äpfel
So einfach geht's
  1. Das Brot im Ofen oder an der frischen Luft austrocknen lassen.
  2. Wasser aufkochen und zusammen mit dem Brot in ein Weckglas geben. Abkühlen lassen.
  3. Molke bzw. Sauerkrautsaft und Salz dazu geben.
  4. Mit einem Tuch und Gummiring abdecken und 2-3 Tage fermentieren lassen.
  5. Das Brot heraus nehmen, Äpfel klein schneiden und zusammen mit den Rosinen dazu geben. Mit dem Schraubdeckel fest verschließen und für 1 Monat im Kühlschrank fermentieren lassen.
  6. Der Brotdrunk ist fertig, wenn die Früchte oben schwimmen.

Viel Spaß beim Ausprobieren! Ich freue mich, wenn du deine Erfahrung damit mit allen anderen Lesern teilst.
Photocredit Brottrunk: wikimedia commons