Eins vorweg: backen ist so überhaupt nicht meine Disziplin und Kuchen spielt bei uns zu Hause im Prinzip überhaupt keine Rolle. Trotzdem habe ich mich am letzten Wochenende hingestellt, um meinem Mann eine Freude zu machen (Valentinstag und so…), denn er mag Käsekuchen ganz gern. In den letzten Wochen hat er auf unserem Sonntagsspaziergang ins Kaffee ab und zu mal ein Stück „konventionellen“ Käsekuchen gegessen. Da mir bei glutenhaltigem Getreide ein 9-Monatsbauch wächst, bin ich an der Stelle immer raus.

Aber ich mag Käsekuchen auch ganz gern, also habe ich nach einem Rezept gesucht, dass das unter einen Hut bringt. Das was dabei rausgekommen ist, ist eine Mischung aus vielen Rezepten, mit Zutaten, die ich als Paleo/Primal-Low-Carber irgendwie vertreten kann. Das heißt für mich: keinen Zucker, kein glutenhaltiges Getreide, keine Low-Fat-Produkte und auch kein Puddingpulver aus der Tüte. Bio, sofern möglich, versteht sich von selbst. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Zugegeben, der Kuchen ist nicht so süß, wie viele das kennen, aber genau das macht ihn für mich so toll. Ich reagiere ziemlich empfindlich auf zu viel Süße, weil ich es einfach nicht gewöhnt bin, deshalb darf’s für mich ruhig etwas weniger sein. Wer mag, kann 2-3 Esslöffel mehr Erythrit beimengen, dann wird es etwas süßer. (Mehr zu Zuckeraustauschstoffen findest du hier.)

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Rezept: Low-Carb Käsekuchen ohne Boden und Zucker
 
Vorbereitungszeit
Kochzeit
Zubereitungszeit
 
Autor:
Rezepttyp: Dessert
Küche: Low-Carb
Portionen: 8-10
Zutaten
  • 250g Vollfett-Quark
  • 400g Vollfett-Frischkäse (z.B. Buko)
  • 6 EL Erythrit
  • 3 Eier
  • 1 Vanilleschote oder Vanillepulver (z.B. Alnatura)
  • 2 EL Pfeilwurzelmehl (für Ketarier: 3-4 EL Kokosmehl)
  • 2 EL Kokosraspel
  • Optional: TK-Heidelbeeren, Himbeeren oder Kirschen (mit backen), frische Beeren (erst danach darauf geben)
So einfach geht's
  1. Den Backofen auf 175°C vorheizen.
  2. Eier trennen und das Eiweiß beiseite stellen.
  3. Alle anderen Zutaten (mit dem Eigelb, ohne die Beeren) in einer Schüssel glatt rühren.
  4. Das Eiweiß mit einem Schneebesen oder Rührgerät steif schlagen. Anschließen vorsichtig unterheben.
  5. Eine Springform oder eine flache Auflaufform mit Backpapier auslegen. Bei Bedarf das Backpapier zurecht schneiden indem du die Form drauf legst und im Abstand von ca. 5 cm darum abschneidest.
  6. Die Masse in die Form füllen.
  7. ca. 45 Minuten bei Ober- und Unterhitze backen. Wenn der Kuchen oben braun wird, eventuell mit Backpapier abdecken, damit er nicht verbrennt.
  8. Den Ofen ausstellen und den Kuchen darin abkühlen lassen. Nicht unbedingt rausholen oder die Tür öffnen, da er dann zusammenfällt.
Notizen
Je fettärmer der Frischkäse und der Quark ist, desto eher reißt der Kuchen. Deshalb - und weil ich nichts von fettreduzierten Milchprodukten halte - nehme ich die Vollfett-Variante.

 

Viel Spaß beim Nachbacken!