Vorgestern hatte ich ja schon was zum Thema warmes Frühstück geschrieben. Ich bin ein absoluter Fan davon und hab deshalb heute ein sehr befriedigendes und traditionelles Rezept mit Buchweizen für euch.

Buchweizenbrei ist in Russland als Kasha bekannt und ein traditionelles Gericht, das vor allem in den Wintermonaten wärmend wirkt. Wenn du ihn nicht mit Zimt und (Mandel-)milch zubereitest, dann kann er auch mit gedünstetem Gemüse kombiniert werden.

Buchweizen ist ein Pseudogetreide aus der Familie der Knöterichgewächse und damit glutenfrei. Für dieses Rezept kaufst du am besten ganzen, geschälten Buchweizen. Weil Kasha so sehr quillt, wirkt es stark sättigend und wie ich finde – nicht sehr belastend. Der warme Brei ist herrlich angenehm im Bauch.

 

Rezept: Frühstücksbrei aus Buchweizen
 
Vorbereitungszeit
Kochzeit
Zubereitungszeit
 
Autor:
Rezepttyp: Frühstück
Küche: Vegetarisch, vegan
Portionen: 2 Portionen
Zutaten
  • 1 Tasse Buchweizen (50g)
  • 2 Tassen Wasser (100ml)
  • ½ Zimtstange
  • 1 Schluck Milch, Mandel- oder Kokosmilch
  • ½ Banane
  • roher Kakao
So einfach geht's
  1. Den Buchweizen über Nacht in Wasser einweichen um die Phytinsäure zu reduzieren. Wenn du den Buchweizen länger eingeweicht stehen und keimen lässt wird die Phytinsäure vollständig abgebaut. Morgens das Wasser abgießen und den Buchweizen unter fließendem Wasser abspülen.
  2. Tassen Wasser zusammen mit der Zimtstange aufkochen und den Buchweizen ins kochende Wasser geben.
  3. Kurz umrühren und ca. 10 Minuten bei niedriger Hitze zugedeckt köcheln lassen.
  4. Anschließend mit einem Schluck Milch, Mandel- oder Kokosmilch verfeinern und auf niedriger Flamme noch einmal 5 Minuten ziehen lassen.
  5. Mit Bananen, Walnüssen und rohem Kakao anrichten und servieren.
Notizen
Kohlenhydrate aus gekochtem Buchweizen: 13g
Kohlenhydrate aus Banane: 12g

Statt Banane kannst du auch Beeren nutzen. Banane, Kakao und Walnüsse sind aber gut, um Serotonin in der dunklen Jahreszeit zu pushen.

Was spricht gegen Buchweizenbrei?

Wie oben bereits beschrieben, ist Buchweizen nicht unbedingt Paleo-tauglich. Warum eigentlich?

Wie alle Getreidesorten enthält auch Buchweizen als volles Korn Phytinsäure, die die Aufnahme von Zink, Magnsium, Eisen und Kalzium im Darm behindert. Phytinsäure dient dem Korn als Verteidigung gegen Fraßfeinde, solange es nicht gekeimt ist, also seinen Zweck der Fortpflanzung erfüllt hat. Es gibt also einen Grund für das Einweichen des Buchweizens, denn durch die Wässerung wird der Buchweizen zur Keimung gebracht und die Phytinsäure abgebaut. Bereits nach 2 Tagen kannst du an den Körnern kleine weiße Keime erkennen. Einige Paleo-Anhänger (wie ich z.B.) finden Buchweizen in Maßen unbedenklich. In Studien mit Mäusen hat sich gezeigt, dass Buchweizen den Blutzuckerspiegel reduziert und stabilisiert. Ob das beim Menschen klappt? Ich weiß es nicht, aber die komplexen Kohlenhydrate halten auf jeden Fall lange satt.