Hast du dich auch schon mal gefragt, wie die Energie in unserem Körper entsteht? Was ist eigentlich Kraft? Und wieso geht uns bei andauerndem Stress Energie verloren?

Ich höre immer wieder von Menschen, besonders Frauen, die unter lang anhaltender Erschöpfung oder Müdigkeit leiden. Meist ist es gar nicht so offensichtlich, warum wir nicht mehr so funktionieren, wie wir uns das wünschen. Das Energieniveau sinkt einfach ab, man schläft nachts nicht mehr durch, man hat ständig Heißhunger auf Süßes.

Das Problem beginnt meistens auf molekularer Ebene in unserem Körper. Zugegeben, das ist ein Prozess, der für uns sehr abstrakt ist. Deshalb möchte ich in diesem Artikel einmal vereinfacht darstellen, wie eigentlich die Energie in unserem Körper entsteht.

Wie unsere Zellen funktionieren

In unserem Körper befinden sich rund 70 Billionen Körperzellen, die jede für sich eine komplexe Funktion und Aufgabe zu erfüllen haben. Eine Leberzelle sorgt für Entgiftung, eine Darmzelle ist Teil der Verdauung und eine Gehirnzelle beteiligt sich u.a. an unserer Fähigkeit zu denken oder uns selbst und unsere Umwelt wahrzunehmen. Um all diese komplexen unterschiedlichen Aufgaben wahrnehmen zu können, ist ein perfekt aufeinander abgestimmtes Geschehen erforderlich: der Zellstoffwechsel. In einer einzigen Sekunde finden in jeder einzelnen Zelle rund 100.000 Stoffwechselvorgänge statt.

Damit dabei keine Fehler passieren, müssen all die vielen Stoffwechselvorgänge perfekt organisiert sein und präzise wie ein Schweizer Uhrwerk funktionieren. Ein klitzekleiner Fehler in diesem umfangreichen und komplexen System kann ungeahnte Auswirkungen an jeder x-beliebigen Stelle des Körpers haben.

Was sind Mitochondrien?

Das Geheimnis der Energieproduktion in unserem Körper sind die Kraftwerke in unseren Zellen. Diese Kraftwerke werden Mitochondrien genannt und sind der Quell unserer Vitalität, aber auch die Ursache für Erschöpfung und Krankheit.

Je nachdem welche Aufgabe die einzelne Körperzelle zu erfüllen hat und wie viel Energie dafür notwendig ist, sitzen in unseren Körperzellen unterschiedlich viele Mitochondrien. In einer Leberzelle finden sich beispielsweise ca. 3.000 Mitochondrien, in einer Muskelzelle nur ca. 1.500.

Bildquelle: © Henrie - Fotolia.com

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Die Hauptaufgabe dieser kleinen Kraftwerke ist es, aus der Nahrung Energie zu produzieren. Dies geschieht in einer weiteren sehr komplexen Reaktionskette, die als Atmungskette bezeichnet wird. Die Atmungskette besteht aus fünf Schritten, in denen aus Brennstoff Energie entsteht. Wenn unser Körper und unsere Mitochondrien richtig arbeiten, dann entstehen aus einem Molekül Brennstoff 38 Moleküle Energie, die in der Fachsprache Adenosin-tri-phosphat (ATP) genannt werden.

Was hat das mit gesunder Ernährung zu tun?

Der Brennstoff, den die Mitochondrien brauchen, um Energie herzustellen, kommt aus unserer Nahrung. Damit die Atmungskette in all den unterschiedlichen Zellen in unserem Körper einwandfrei funktioniert, benötigen wir die unterschiedlichsten Nährstoffe.

Vitamine, Fettsäuren, Aminosäuren, Spurenelemente, Mineralien und Enzyme sind alle in einer bestimmten Anzahl und Zusammensetzung notwendig, um die Mitochondrien bei der Energiegewinnung zu füttern. Am effizientesten geht die Energiegewinnung aber durch Glukose (Traubenzucker).

Bei dieser Energiegewinnung in der Atmungskette entstehen freie Radikale. Diese kann man sich als Abfallprodukt der Energiegewinnung vorstellen; in etwa so, wie Asche beim Verbrennen von Holz.

Freie Radikale sind sehr reaktionsfreudig, weil ihnen ein Elektron fehlt. Das benötigen sie unbedingt.

Hier kommen die oft angepriesenen Antioxidantien ins Spiel. Das fehlende Elektron kann den freien Radikalen nämlich ganz einfach durch Antioxidantien zur Verfügung gestellt werden. Finden sich in unserem Körper keine oder nicht ausreichend Antioxidantien, dann bedienen sich die freien Radikale an den Zellstrukturen und beschädigen diese dadurch.

Damit wir über genügend Antioxidantien verfügen, müssen wir sie mit der Nahrung aufnehmen: Vitamin C, Selen, Vitamin E, Beta-Carotin, Mangan, Zink, Coenzym Q10, schwefelhaltige Aminosäuren und sogenannte Polyphenole (sekundäre Pflanzenstoffe) sind dafür notwendig. Natürlich bekommen wir all diese Nährstoffe nicht aus irgendwelchen Lebensmitteln, sondern nur aus Nahrung, die eine entsprechend hohe Nährstoffdichte aufweist.

Warum ist das bei Stress besonders wichtig?

Wenn wir in Stress geraten, brauchen wir mehr Energie. Das bedeutet, dass bei der Energieproduktion in unseren Zellen auch mehr freie Radikale als Abfallprodukt anfallen. Das würde bedeuten, dass wir auch mehr Antioxidantien zur Vervollständigung der freien Radikale benötigen. Viele von uns wissen aber ganz genau, was bei Stress mit unserer Ernährung passiert: Wir trinken dann Cola und Kaffee um wach zu bleiben, pushen uns mit Schokoriegeln und Keksen. Schließlich ist das der Brennstoff, den die Mitochondrien gern und gut verfeuern.

Aus diesen Lebensmitteln können wir zwar effektiv Energie produzieren, aber sie liefern keine oder nur sehr wenige Antioxidantien. Als Folge beginnen die freien Radikale unsere Zellen zu beschädigen. Schließlich brauchen sie ja das fehlende Elektron.

Um sich vor den zunehmenden Belastungen zu schützen, hat die Zelle einen einfachen Trick: Sie schalte die Energiegewinnung in den Mitochondrien ab und produziert ab sofort die nötige Energie im Zellplasma. Dieses Notfallprogramm produziert aber aus einem Molekül Brennstoff nur zwei Moleküle Energie (ATP). Das ist viel zu wenig für uns. Das Energieniveau reicht dann nicht mehr aus. Anhaltende Erschöpfung und Burn-Out sind die Folge.

Deshalb ist es so wichtig, gerade bei anhaltendem Stress und in belastenden Lebensphasen auf eine gesunde und vor allem vitalstoffreiche Ernährung zu achten. Ist das Kind erst einmal in den Brunnen gefallen, steht uns ein langer und mühsamer Genesungsweg bevor, bei dem nicht nur beschädigte Zellen repariert werden müssen, sondern auch die normale Energieproduktion in den Mitochondrien wieder hergestellt werden muss.

Was kann Stress für Mitochondrien sein?

  • übermäßige Energiezufuhr durch Nahrung
  • intensiver Sport
  • Sorgen, Ängste, Nöte
  • Unfälle und Krankheiten
  • Todesfälle
  • erhöhte Schadstoffbelastung
  • etc.

Professionelle Hilfe durch Ärzte

Einige wenige funktionell arbeitende Ärzte und Heilpraktiker haben das erkannt und sehen die Mitochondrien-Medizin als die Medizin der Zukunft. Das dürfte wohl daran liegen, dass Stress in Kombination mit schlechter Ernährung in unserer Gesellschaft ein immer größer werdendes Problem ist. Einzelne Experten, die derzeit schon tätig sind, haben leider lange Wartezeiten und sind für Kassenpatienten kaum zugänglich.

Wenn du weitere Informationen zu diesem Thema haben möchtest, schreib uns gern an support@foodlinx.de  oder hinterlasse uns eine Nachricht in den Kommentaren. Wir geben gern weitere Auskünfte.