Ich gebe in diesem Beitrag meine persönlichen Erfahrungen weiter und erhalte keine finanzielle Zuwendung durch einen Hersteller zur Präsentation bestimmter Produkte. Bitte besprich den Einsatz pflanzlicher Heilmittel mit deinem Arzt oder Heilpraktiker. 

In den letzten beiden Wochen war es hier etwas ruhiger und das hat einen guten Grund. Zum Einen musste ich etwas Abstand zu meinen aktuellen Recherche- und Schreibprojekten gewinnen, um mich zu sammeln. Zum anderen war ich zehn Tage im Urlaub und habe mal alle Fünfe gerade sein lassen. Einfach so. Die Natur genießen und auf Inspiration warten. Das war einfach wunderbar.

Heute möchte ich nun aber endlich meine Erfahrungen mit der Pumpe-Kur weitergeben, die ich am Aschermittwoch begonnen hatte. Innerhalb von vier Wochen habe ich für je acht Tage morgens und abends 15ml Pflanzenfrischsaft von Löwenzahn, Brennnessel, Zinnkraut und Birke in etwas Wasser verdünnt, zu mir genommen.

Weitere Informationen zum Ablauf und Hintergrund der Pumpe-Kur findest du hier.

Was war mein Beweggrund?

Die Kur hat den Zweck einer ausleitenden und entwässernden Wirkung. Sie regt die Entgiftungsorgane Leber, Niere und Blase auf natürlichem Weg an und hat damit eine Art Detox-Effekt. Grundsätzlich stehe ich dem „detoxen“ ja etwas skeptisch gegenüber. Wir wissen aber aus der Phytotherapie, dass vor allem Wildkräuter eine anregende Wirkung auf die natürliche Entgiftungsfunktion unseres Körpers haben. Mit einer Kur, wie der Pumpe-Kur, verstärkt man also das, was der Körper ohnehin zu leisten vermag.

Vor zwei Jahren, als ich die Kur das erste Mal ausprobiert habe, habe ich sie abgebrochen. Neben der physischen Entgiftung kommt nämlich, wie bei allen Körperfunktionen, auch psychisch was in Gange, was einigermaßen anstrengend sein kann. Das gilt sicherlich vor allem für die, die sowieso sensibel für diesen Part der Gesundheit sind. Mein Beweggrund war also vor allem die Neugier darauf, ob diese psychische Wirkung der Kur immer noch so deutlich für mich ist, zum anderen aber auch der Wunsch das Frühjahr leichter zu begehen, die Verdauung etwas auf Vordermann zu bringen und Körper und Geist „zu reinigen“.

Was ist mir in der Zeit aufgefallen?

Dass die Pflanzensäfte nicht nur eine entwässernde Wirkung haben, habe ich dieses Jahr wieder so empfunden. Ich habe dennoch bis zum Ende durchgehalten.

Die erste Woche mit dem Löwenzahn fiel mir leicht, ich hatte bis auf ein erhöhtes Durstgefühl keinerlei besondere Wahrnehmung. Normalerweise habe ich nur sehr selten Durst, insofern ist das für mich eine Besonderheit. In der zweiten Woche veränderte sich meine Verdauung etwas zum negativen. Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen, wurde es echt anstrengend loszulassen. Eigentlich ist ja genau das der Zweck der Kur, aber das Problem hat mich bis zum Ende begleitet. Normalerweise habe ich an der Front keine Probleme. Dass einem ein angespannter und nicht richtig geleerter Darm auf die Nerven geht und die Stimmung etwas drückt, ist sicherlich den meisten Lesern bekannt. Insofern bringe ich meine anstrengende Laune in der zweiten und dritten Woche in erster Linie damit in Verbindung.

Meine Haut wurde zwischenzeitlich etwas schlechter, ich hatte immer mal wieder kleine Rötungen in meinen Armbeugen (meine ruhenden, neurodermitischen Stellen) und ich habe ein paar Pickel bekommen. Das kann man jetzt als Entgiftungszeichen deuten oder einfach nur feststellen, dass eine Entzündung vonstatten ging. Interessant ist allerdings, dass mein ständiger Schnupfen, den ich vor allem mit Stress und einer erhöhten Histaminbelastung in Verbindung gebracht habe, ziemlich zu Beginn der Kur auf Nimmerwiedersehen verschwand und bis jetzt weg geblieben ist. Hätte ich das gewusst, hätte ich vor zwei Jahren die Weinerlichkeit in Kauf genommen.

Auf jeden Fall war das Thema des Loslassens für mich in diesen vier Wochen besonders präsent. So kamen im Alltag auch einige Themen hoch, die eine Entscheidung dazu einfordern und schon länger etwas unterschwellig dahin wabern. Sicher kennst du das: Dinge fangen an einem auf den Keks zu gehen, aber man schafft es nicht so recht, sich davon zu trennen. Manchmal sind es Menschen, Lebensumstände, Jobs oder Gewohnheiten, die sich eingeschlichen haben. Man weiß, dass es keine Zukunft damit gibt, aber man weiß auch nicht, wie die Zukunft ohne diese Sache aussieht. Ich habe mir also bewusst während der Kur auch Zeit für mich genommen, um das Thema „Loslassen“ in anderen Bereichen einmal genauer zu durchleuchten. Das tut natürlich gut. Nichts hält uns mehr zurück, als der Ballast von gestern.

Gegen Ende der Kur und mit dem Einsatz der Birke wurde es dann etwas leichter. Vielleicht auch, weil mein Urlaub in dieser Zeit begann und ich noch etwas mehr Zeit hatte, mich mit dem Loslassen zu befassen. Ich habe die Zeit genutzt, wirklich Nichts zu tun und einfach mal den Tag zu genießen. Keine Pläne zu machen, sondern einfach mal auf Inspiration zu warten – nicht so einfach für jemanden, der eher ungeduldig durchs Leben hüpft. Es ging aber diesmal sehr gut.

Würde ich die Pumpe-Kur wieder machen?

Ja, auf jeden Fall. Ich werde sie Anfang Mai noch einmal starten und sehen, was für mich dabei passiert. Der Prozess des Loslassens scheint für mich also in diesem Jahr noch nicht ganz beendet.

Willst du dich auch von altem Ballast trennen?

Weitere Informationen zum Ablauf und Hintergrund der Pumpe-Kur findest du hier.