Fastensuppe hochDiese basisch aromatische Fastensuppe eignet sich sowohl für eine mehrtägige, entlastende Auszeit für Körper, Geist und Seele, als auch für einen regelmäßigen Tag pro Woche, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Gerade in unserem Alltag des Überflusses, wo permanent alle kulinarischen Genüsse zur Verfügung stehen, kann eine kleine Fastenzeit „beflügelnd“ wirken. Einfach mal innehalten, sein (Ess-) Verhalten reflektieren und gegebenenfalls Impulse für neue Wege einschlagen. Wer längerfristig auf feste Nahrung verzichten möchte, sollte dies vorher mit seinem Arzt besprechen und sich einer Gruppe – inklusive professioneller Unterstützung – anschließen. Ein oder zwei entlastende Tage pro Woche – als regelmäßige, besinnliche Inseln im Sog des häufig stressigen Alltags – können allerdings auch im Alleingang zuhause durchgeführt werden. Dabei könnt Ihr individuell wählen, ob Ihr zusätzlich vitaminreiche Säfte oder Smoothies in den Fastentag integriert. Für alle fastenden Personen gilt: die Flüssigkeitszufuhr zusätzlich über (Mineral-) Wasser oder ungesüßte Kräutertees erhöhen und ausreichende Entspannungsphasen sowie ein moderates Bewegungsprogramm an frischer Luft einplanen.

Bei der Entwicklung dieser Fastensuppe waren mir zwei Aspekte von Bedeutung: auf der einen Seite wollte ich ein Rezept entwickeln, welches aufgrund der verwendeten Zutaten besonders aromatisch schmeckt. Darüber hinaus habe ich den Fokus auf eine Extraportion Mikronährstoffe gesetzt, so dass die Suppe vor allem reich an basischen Mineralstoffen und gesunden sekundären Pflanzenstoffen ist. Um der entlastenden Fastensuppe ein intensives Aroma „einzuhauchen“, habe ich zunächst auf die natürlichen, antibiotischen sowie antioxidativen Nuancen von roter Zwiebel, Knoblauch, Rosmarin und Kurkuma gesetzt, die – zur Entwicklung aromatischer Verbindungen – in etwas Öl angeschwitzt werden. Zusätzlich sorgt letzteres dafür, dass das ebenfalls antioxidative Lycopin aus der Kategorie Carotinoide aus dem Tomatenmark sein gesundheitliches Potential entwickeln kann. Für besonders „gesund erwärmende Genussmomente“ sorgen – dank der Schärfe des Capsaicins – frischer Ingwer und Chili, welche individuell dosiert werden können. Nicht zuletzt sorgt entwässerndes Kalium – allen voran aus der Kartoffel und dem Staudensellerie – für eine Aktivierung der Ausscheidung von überschüssigem Gewebewasser.

 

rote Zweibel

Köstliche Fastensuppe

Zutaten für 2 Liter:

1 rote Zwiebel

2 Knoblauchzehen

3 bis 4 frische Rosmarinzweige

1 TL Oliven- oder Rapsöl

1 EL Tomatenmark, 1 TL Kurkuma

 

Fastensuppe3 Möhren

2 Kartoffeln

1 Süßkartoffel

4 Stangen Staudensellerie

1 Stück Ingwer

frische Chilischoten nach Bedarf, etwas Salz (beachte Tipp)

 

Aromaten Fastensuppe

Zubereitung: Die rote Zwiebel und die Knoblauchzehen schälen und in Spalten schneiden oder grob würfeln. Die Rosmarinzweige waschen und zusammen mit der vorbereiteten Zwiebel und dem Knoblauch ca. 5 Minuten im heißen Öl glasig dünsten. Anschließend das Tomatenmark und das Kurkuma zugeben, ca. 1 Minute anschwitzen und diese „natürlichen Aromaten“ im Topf abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Möhren, Kartoffeln und Sükartoffeln schälen und grob würfeln. Den Staudensellerie waschen und die Stangen in „Halbmonde“ schneiden. Den Ingwer ebenfalls schälen, klein würfeln, zusammen mit dem Gemüse zugeben und mit 2 Litern kaltem Wasser bedecken. Die Suppe bei geschlossenem Deckel aufkochen und – ebenfalls abgedeckt – ca. 30 Minuten bei niedriger Hitze leicht köcheln lassen.

Die flüssigen von den festen Bestandteilen trennen, die nährstoffreiche Fastensuppe nach Bedarf salzen und – über den Tag verteilt – heiß in kleinen Schlücken genießen.

Tipps: Wer den Fokus auf eine Entwässerung des Gewebes setzt, sollte die kaliumreiche Suppe ungesalzen bzw. nur leicht gesalzen trinken. Ansonsten gilt: sparsam salzen, aber dennoch soviel Salz – als natürlicher Geschmacksverstärker – zufügen, dass die enthaltenen aromatischen Inhaltstoffe auch von den Geschmacksknospen wahrgenommen werden können.

Für eine leichte Schärfe, zusätzlich eine halbierte Chilischote in der Suppe mitgaren. Wer es sich besonders scharf wünscht, kann die Chilischote(n) in Scheiben schneiden. Falls Ihr Gemüse in Bio-Qualität wählt, braucht Ihr das Gemüse nur gründlich zu waschen und nicht zu schälen und profitiert so von den hochkonzentrierten Nährstoffen unterhalb der Schale.