Unser Alltag ist meist stressig genug, da bleibt keine Lust und keine Zeit für gutes Essen. Für viele von uns findet essen nur nebenbei statt. Bequem muss es sein und schnell muss es gehen. Übrig bleibt dann Pizza oder ein Schinken-Käse-Croissant beim Bäcker. Warum eigentlich? Denn dabei gerät die Qualität des Essens eigentlich fast immer in den Hintergrund und was könnte wichtiger sein, als die Qualität unserer Nahrung?

salat to go

Von gesunder Ernährung kann bei Currywurst und Pommes oder Döner am nächsten Imbissstand eigentlich keine Rede sein. Dabei ist es vor allem während der Arbeit und auf Reisen wichtig, dass du ausreichend mit allen Nährstoffen versorgt bist und du dein Verdauungssystem nicht zu sehr belastest. Weißmehl im Brötchen, Transfette an den Pommes – das ist Stress für den Körper. Und davon haben wir doch genug, oder?

Um bei Stress gut zu funktionieren, braucht unser Körper eine ganze Reihe von Vitalstoffen, die es ihm ermöglichen wichtige Hormone und Botenstoffe herzustellen.

Vor allem die Nährstoffe, die er braucht um die Stressreaktion überhaupt erst ablaufen zu lassen. Um das Stresshormon Cortisol in der Nebennierenrinde zu produzieren, brauchen wir beispielsweise Cholesterin und gute Fettsäuren. Ersteres kann unser Körper selbst herstellen, die Fettsäuren müssen wir aber zuführen.

Für seinen Begleiter Adrenalin, der ebenfalls bei Stress ausgeschüttet wird, brauchen wir noch viel mehr:

  • L-Tyrosin (eine Aminosäure)
  • Vitamin C, B6 und B12
  • Magnesium
  • Folsäure
  • Kupfer
  • Eisen
  • Calcium

Nehmen wir diese und viele andere Stoffe nicht über unsere Nahrung auf, geraten wir irgendwann in einen Teufelskreis, bei dem unser Körper an Leistungsfähigkeit verliert. Müdigkeit, Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Heißhunger und vieles andere sind die Folge. Leider ist das kein übertriebenes Horrorszenario, sondern reale Biochemie, die immer öfter in Form eines Burn-out, vorkommt.

Deine Lunchbox bestimmst Du selbst!

Du kannst ganz einfach beeinflussen, ob dein Körper alles bekommt, was er braucht. Du musst dein Essen nur wichtig genug nehmen. Und was könnte es wichtigeres geben, als dass es dir gut geht?

Wenn Du am Abend oder am Wochenende kochst, hast Du es am einfachsten. Bereite einfach etwas mehr zu und du kannst dann das, was übrig bleibt, mit zur Arbeit nehmen. Einfach noch ein bisschen anderes Gemüse dazu oder einen leckeren Dip und schon hast du sogar ein ganz neues Gericht.

Viele Firmen haben heute eine Mikrowelle oder noch besser eine Mikrowelle mit Heißluftfunktion, mit der du dein Essen schonend wieder erhitzen kannst. Für die eigene Lunchbox eignen sich auch

  • Gemüsesticks,
  • Obst oder Trockenobst,
  • Salate,
  • Nüsse oder auch mal
  • ein Becher Quark oder Joghurt mit Beeren oder anderen Früchten.

Wer mit Milchprodukten Probleme hat greift einfach zu Ziegenjoghurt. (Der schmeckt gar nicht nach Ziege, versprochen!)

Gesundes aus der Kantine

Auch in der Kantine gibt es fast immer gesunde Optionen. Die meisten Deutschen mögen laut Umfrage beispielsweise einen Salat oder Obst. (Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!) Schön wär’s jedenfalls, denn das ist nicht nur vitaminreich, sondern sorgt auch dafür, dass dein Blutzuckerspiegel nicht so schnell ansteigt wie bei Nudelgerichten, Burger oder Pizza. Die Folge ist, dass du den Nachmittag gut genährt überstehst, ohne zu „unterzuckern“, d. h. ohne müde und schlapp zu werden. Falls doch der kleine Hunger kommt: eine(!) handvoll Nüsse langsam und genüsslich zerkauen.

Restaurant, Supermarkt und Co.

Vielen bleibt aber auch nichts anderes übrig als das Essen mit Kollegen im Restaurant wahrzunehmen oder sich schnell etwas im nächsten Supermarkt zu holen. Restaurants bieten oft auch einen leichten Mittagstisch. Wie wäre es zum Beispiel mal wieder mit Fisch oder einem Stück Fleisch mit Salat oder Gemüse?

Mein Tipp: Im Restaurant gibt es eigentlich immer die Möglichkeit statt der lähmenden Sättigungsbeilage (Nudeln, Kartoffeln oder Brot) eine extra Portion Gemüse zu bestellen. Meine Erfahrung ist, dass man meistens sogar viel, viel mehr Gemüse bekommt als „gerecht“ wäre.

Viele Supermärkte haben heute neben Salaten auch leichte Wraps, Smoothies oder bereits geputztes Gemüse oder Obst zum Knabbern im Angebot.

Nur auf Seminaren und Konferenzen stehen die Tische immernoch voll mit Kuchen und Teilchen. Kein Stück lebendige Nahrung weit und breit. Warum das so ist, weiß kein Mensch. Will man die Teilnehmer einschläfern, damit sie nicht mitbekommen wie schlecht die Vorträge sind? Erspare dir das und iss‘ vorher etwas Gutes oder packe dir einen Apfel, eine Banane und/oder eine Möhre in die Tasche. Dann schaffst du die Konferenz auch mit Wasser und Tee als „Magenfüller“.

Übrigens: Wenn du am Arbeitsplatz isst, verpasst du dein Essen vielleicht sogar. Schalte wenigstens den Monitor aus und konzentriere dich auf das Essen. Kaue bewusst und du wirst mit weniger satt.

Bild: © neirfy – Fotolia.com