Einführung: Was ist ein Reizdarm?

Das Reizdarmsyndrom ist in Deutschland weit verbreitet. Etwa jeder zehnte Deutsche leidet unter der Erkrankung die mit den unterschiedlichsten unangenehmen und unspezifischen Beschwerden einhergehen kann. Viele Menschen, die von Verdauungsstörungen betroffen sind, gehen nicht zum Arzt. Entweder aus Scham, oder aber auch, weil sie sich längst daran gewöhnt haben mehrmals am Tag unter Beschwerden zu leiden. Selbst wenn sie den Weg in eine Praxis finden, kann ihnen meist nicht geholfen werden, weil auch Ärzte die Ursachen der Beschwerden nicht finden können. Das Reizdarmsyndrom, im englischen Irritable Bowel Syndrome (IBS), ist deshalb heute Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Forschungen. Zurzeit gibt es noch keine Therapie, die die Ursachen beseitigt, da sie auch nicht bekannt sind.

Typische Symptome bei Reizdarm sind:

  • Durchfall
  • Verstopfungen
  • Bauchschmerzen
  • Blähungen
  • Übelkeit
  • Krämpfe
  • „Winde“
  • Allgemeines Unwohlsein oder Grummeln im Bauchraum

Welche Ursachen für die Beschwerden sollten ausgeschlossen werden?

Viele Patienten haben das Gefühl, das Reizdarm eine Verlegenheitsdiagnose ist. Tatsächlich ist es irgendwie alles und nichts und es gibt viele Gründe, die den Verdauungsstörungen zu Grunde liegen können.

In der medizinischen Diagnostik sollten trotzdem zuerst die gängigsten Ursachen für Verdauungsprobleme ausgeschlossen werden. Dazu nutzt man Darmspiegelungen, Untersuchungen auf Lebensmittelallergien, Röntgen-Kontrastuntersuchungen auf Störungen im Verdauungstrakt oder einen simplen Ultraschall, um Veränderungen an den inneren Organen auszuschließen.

Ursachen, die ausgeschlossen werden sollten:

  • Zöliakie
  • Morbus Crohn
  • Colitis Ulcerosa
  • Darmkrebs (selten, aber kommt vor)
  • Eisenmangel und andere Nährstoff-Defizite
  • Infektionen oder
  • Parasiten

Erst, wenn diese ernst zu nehmenden Erkrankungen ausgeschlossen werden können, kann auch die Diagnose Reizdarm gestellt werden.

Trotzdem gibt es nicht den einen Grund für Reizdarm. Stattdessen kann eine Vielzahl von voneinander abhängigen Ernährungs- und Lebensstilfaktoren unterschiedliche Störungen im Verdauungstrakt hervorrufen.

Es ist zugegebenermaßen schwierig und sehr zeitaufwändig sich mit der Diagnose Reizdarm auseinander zusetzen. Aber es kann helfen sich mit den eigenen Beschwerden zu befassen und problematische Lebensmittelgruppen zu kennen, um der Ursache für die eigenen Beschwerden näher zu kommen. Für diesen zeitaufwändigen Prozess wird heute leider kein Arzt bezahlt.

Mögliche Ursachen für einen Reizdarm

Störung der Darmflora

Viele verschiedene Lebensstilfaktoren, Medikamente und auch Lebensmittel können die Gesundheit unserer Darmflora beeinträchtigen[1]–[3]. Solche Störungen können sogar zurück bis zu unserer Geburt gehen: Kinder, die eine normale vaginale Geburt erlebt haben, bekommen in diesem Geburtsprozess die Darmflora der Mutter „vererbt“. Kinder, die per Kaiserschnitt zur Welt kommen, haben diesen Vorteil nicht.

Im Laufe des Lebens bestimmt dann unsere Ernährung, ob wir unsere Bakterien pflegen und hegen oder ob wir ihnen die wichtigsten Nährstoffe nicht zur Verfügung stellen. Ein Ernährungsstil mit vielen Toxinen, Konservierungsstoffen und anderen synthetischen Zusatzstoffen aus Fertiglebensmitteln schadet unserer Darmflora, während eine Ernährung aus frischen und natürlichen Lebensmitteln mit einer hohen Nährstoffdichte sie im wahrsten Sinne des Wortes nährt.

Ein weiterer sehr verbreiteter Grund für eine Störung der Darmflora, ist der Einsatz von Antibiotika. Antibiotika werden heutzutage für alle möglichen Krankheiten verschrieben. Auch wenn sie notwendig sind und uns einen unwahrscheinlichen Vorteil in der Medizin geschaffen haben, sind sie sehr gefährlich für deine Darmflora. Antibiotika können nicht zwischen guten und schädlichen Bakterien unterscheiden. Deshalb attackieren sie auch die nützliche Darmflora, die du für deine gesunde Verdauung benötigst. Das kann nicht nur zur Störung der guten Darmflora beitragen, sondern macht dich auch angreifbar für schlechte Bakterien. Insbesondere nach einer längeren oder wiederholten Antibiotika-Behandlungen sollte dann gezielt ein Aufbau der Darmflora stattfinden[1].

Eine weitere Störung im Verdauungstrakt, die eng mit Reizdarm verknüpft sein kann, ist eine unerwünschte Bakterienbesiedlung im Dünndarm. Die Dünndarm-Fehlbesiedelung (SIBO) ist bei Patienten mit Reizdarm relativ häufig (30-85%). Derzeit ist es wissenschaftlich noch nicht eindeutig, welche Erkrankung die Ursache und welche die Wirkung ist. Deshalb kann eine erfolgreiche Behandlung nur sinnvoll sein, wenn beide Probleme berücksichtigt werden.

Entzündungen im Verdauungstrakt

Entzündungen sind nichts anderes, als die Reaktion des Körpers auf Verletzungen. Eine Entzündung des Darms ist also ein generelles Zeichen dafür, dass irgendetwas die Schleimhaut des Verdauungstraktes beschädigt. Das können Lebensmittel sein, aber auch Verletzungen durch Unfälle und Operationen, Erkrankungen oder auch Stress.

Eine dieser Erkrankungen, die ebenfalls einen Reizdarm hervorrufen kann, ist die Gastroenteritis. Gastroenteritis ist eine Entzündung der Magenschleimhaut, die durch einen Virus, einen Parasiten oder eine Bakterieninfektion hervorgerufen werden kann. Nach einer Gastroenteritis können sich Symptome eines Reizdarms einstellen. Wissenschaftler spekulieren darüber, dass die Störung der Darmflora und die systemische Entzündung, die durch die akute Gastroenteritis hervorgerufen wird, schuld daran sein könnten.

Stress

Ein weiterer Grund, der zur Schwere der Symptome beim Reizdarm beiträgt, ist dein Gehirn und deine psychische Verfassung. Unser mentaler Zustand hat große Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit unseres Darms. Stress, Sorgen und Ängste lösen den Reizdarm nicht ursächlich aus, aber können zu einer Verschlimmerung der Beschwerden beitragen.

Erhöhte Kortisolwerte, die bei der Stressreaktion entstehen, haben negative Auswirkungen auf den Neurotransmitter Serotonin, der nicht nur für Glücksgefühle und Fröhlichkeit verantwortlich ist, sondern auch auf deine Darmbewegungen (Motilität) Einfluss hat.

Da sich Patienten mit Reizdarmsyndrom ständig krank fühlen und Beschwerden haben, ist Stress für sie ganz sicher ein großes Problem. Krank sein ist stressig und führt zu einer Kettenreaktion von Stresssymptomen im Körper: chemische Ungleichgewichte im Gehirn haben einen Einfluss auf die Darmfunktion, was wiederum Entzündungen hervorruft und so auch Entzündungen und hormonelle Ungleichgewichte im Gehirn zur Folge hat.

darm-hirn-achse

Die Komplexität der Darm-Hirn-Achse

Durchlässiger Darm (Leaky Gut)

Zu guter Letzt kann auch ein durchlässiger Darm (leaky gut) mit ernsthaften Verdauungsstörungen einhergehen. Beim durchlässigen Darm ist die Darmschleimhaut nicht gesund, was dazu führt, dass nicht vollständig verdaute Moleküle oder Pathogene in den Blutkreislauf gelangen. Das hat eine entzündliche Immunreaktion zur Folge, die sich auch auf das Entzündungsgeschehen im Darm und auf die Bakterienwelt unserer Darmflora auswirken kann.

Zusammenfassung

Allgemein kann gesagt werden, dass alles, was negative Auswirkungen auf die Darmflora und die Darmschleimhaut hat, in Zusammenhang mit Symptomen eines Reizdarm stehen kann.

Das wichtigste ist, alles zu vermeiden, was einen durchlässigen Darm, Entzündungen im Verdauungstrakt oder eine ungesunde Darmflora hervorruft. Eine Ernährungsweise und ein Lebensstil, der der Darmgesundheit zuträglich ist und eine Erholung derselben fördert, sollte deshalb bei Reizdarm-Patienten im Vordergrund stehen.

Am wichtigsten:

  • Darmflora untersuchen lassen
  • Allergene und unverträgliche Lebensmittel meiden
  • Fertiglebensmittel meiden
  • Stress reduzieren

Je mehr du über die individuellen Ursachen deines Verdauungstraktes lernst, desto besser kannst du deine Ernährung und dein Leben auch auf deine Bedürfnisse anpassen.

Behandlung von Reizdarm

Ernährungsempfehlungen

Da der Reizdarm bei den meisten Menschen nicht nur eine einzige Ursache hat, scheint es nicht besonders sinnvoll endlose Untersuchungen über sich ergehen zu lassen um den einen Grund herauszufinden. Stattdessen ist es sinnvoll, mit einer angepassten Ernährung und Lebensweise die Darmgesundheit positiv zu beeinflussen.

Das Schöne an diesem Ansatz ist, dass dir fast nichts passieren kann und du keine Nebenwirkungen zu befürchten hast. Das ist wesentlich mehr, als die meisten Ärzte über den Gebrauch von Antibiotika, Antidepressiva und anderen Reizdarm-Medikationen behaupten können.

Zuerst solltest du alle Lebensmittel, Medikamente und andere Produkte, die eine Auswirkung auf deinen Verdauungstrakt haben könnten, aus deinem Alltag streichen.

Zu den Lebensmitteln, die am häufigsten Probleme im Darm verursachen gehören:

Wenn der Darm und der Verdauungstrakt einmal entzündet sind oder sich Störungen in der Darmflora eingestellt haben, reagieren viele Menschen auf eine Vielzahl von Lebensmitteln, die normalerweise keine Probleme hervorrufen. Dazu gehören auch:

  • Nüsse und Samen
  • Nachtschattengewächse, wie beispielsweise Kartoffeln, Tomaten, Paprika oder Auberginen
  • Eier

Obst stellt ebenfalls normalerweise kein Problem dar, aber wenn sich eher schädliche Bakterien in der Überzahl in deinen Darm finden, ist Fructose, also der Fruchtzucker, eine festliche Mahlzeit für die schädlichen Bakterien. An dieser Stelle sei auch gesagt, dass Zucker aus demselben Grund strikt gemieden werden sollte. Der Entzug von Zucker kann deutlich schwieriger sein als normal, weil die Bakterien das Verlangen nach Süßem beeinflussen. Such dir dafür dringend moralische und fachliche Unterstützung um den psychischen Stress gering zu halten!

Ein weiterer Verursacher kann eine Gruppe von Kohlenhydraten sein, die unter dem Oberbegriff FODMAPs zusammengefasst werden. FODMAPs steht für Fermentierbare Mehrfach-, Zweifach- und Einfachzucker sowie Polyole (Fermentable Oligosaccharides, Disaccharides, Monosaccharides, and Polyols), die in einigen Obst- und Gemüsesorten enthalten sind. Dazu gehören beispielsweise Äpfel, Zwiebeln und Blumenkohl. Natürlich sind diese Lebensmittel nicht giftig, allerdings sind FODMAPs schwer verdaulich, weil die Passage im Dünndarm durch den Fermentationsprozess der Bakterien länger dauert[4].

Außerdem gibt es Medikamente, die Probleme hervorrufen können:

  • Schmerzmittel, wie Aspirin oder Ibuprofen
  • nichtsteroidalen Antirheumatika
  • überflüssige Antibiotika, sofern möglich

Bitte besprich das Vorhaben, Medikamente abzusetzen unbedingt vorher mit deinem behandelnden Arzt. Erzähle ihm von deinen Verdauungsbeschwerden und deiner Vermutung, dass diese auch mit der Einnahme der Medikamente zusammenhängen könnte.

Ich weiß, dass diese Liste im ersten Augenblick erschlagend ist. Sicherlich stellst du dir die Frage, ob du nun überhaupt noch irgendetwas essen kannst. Ich habe diese Erfahrung hinter mir und kann dir sagen, dass es wichtig ist, möglichst viele reizende Lebensmittel vorübergehend auszulassen. Je mehr das gelingt, desto besser ist es und desto eher wirst du deine Probleme loswerden, weil dein Darm die Gelegenheit bekommt sich zu erholen und selbst zu heilen.

Neben den Lebensmitteln, die unseren Verdauungstrakt reizen, gibt es auch eine Vielzahl von Lebensmitteln, die deinem Körper helfen den Darm im Genesungsprozess zu unterstützen. Eine Versorgung mit nährstoffreichen Lebensmitteln ist absolut notwendig und sollte bei dir an erster Stelle stehen. Die Grundlage deiner Ernährung sollte Gemüse in allen Farben und Formen (wie erwähnt ohne Nachtschattengewächse und FODMAPs) sein. Vorzugsweise wird das Gemüse gut gedünstet oder gebacken, um die Verdauung zu erleichtern. Auch Smoothies eignen sich hervorragend bei einem angeschlagenen Verdauungstrakt, da das Pflanzengrün und das Obst durch den Mixprozess bereits wie vorverdaut sind.

Stressmanagement

Die Verbindung zwischen unserem Gehirn und unserem Darm und dessen Gesundheit ist seit mehr als 100 Jahren bekannt. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts stellte man fest, dass Stress negative Auswirkungen auf die Darmflora hat. So wichtig wie es ist, die richtigen Lebensmittel zu sich zu nehmen, genauso wichtig ist es, Stress, Ängste und Sorgen auf ein Minimum zu reduzieren. Wenn du einen Stressfaktor in deinem Leben nicht abschalten kannst, bemühe dich einen Weg zu finden, wie du konstruktiv mit ihm umgehen kannst. Ein außenstehender Berater oder eine Beraterin, die sich mit psychologischen Themen befasst, kann dabei hilfreich sein. So schwer das im ersten Augenblick erscheint: reden hilft.

Nicht immer ist die beste Freundin oder der beste Freund ein guter Ansprechpartner für innere und äußere Konflikte. Viele Menschen werden auch “betriebsblind“, d.h. sie sehen die Schwierigkeiten und Stressoren in ihrem Leben nicht unbedingt klar. Auch hier kein ein Therapeut oder Coach helfen.

Außerdem solltest du dich bemühen jede Nacht 8 Stunden Schlaf zu bekommen. Chronischer Schlafmangel macht dich reizbar, angespannt und depressiv. Das ist Stress für den Körper.

Der Zusammenhang zwischen Stress und Reizdarmsymptomen ist übrigens nicht nur Allgemeinwissen, sondern wird auch wissenschaftlich untersucht. Ärzte der UCLA in Los Angeles haben herausgefunden, dass die integrierte Geist/Körper Behandlung aus der chinesischen Medizin beim Reizdarm-Syndrom sehr erfolgreich ist[5]. Alternative psychologische Therapien, wie Meditation, Hypnose[6] oder kognitive Verhaltenstherapie können hilfreich sein. Auch hier besteht der Vorteil definitiv darin, dass auf den Einsatz von Medikamenten verzichtet werden kann.

Zusammenfassung

Reizdarm ist und bleibt eine wage definierte Ansammlung von Symptomen. Die Diagnose Reizdarm erfolgt häufig, wenn kein unmittelbarer Grund für die Beschwerden gefunden werden kann. Selbst bei Menschen, die keine aufwendigen Untersuchungs- und Diagnoseverfahren zum Ausschluss aller oben genannten Diagnosen über sich ergehen lassen haben, erfolgt aus Zeitmangel oder Unwissenheit schnell diese Diagnose. Die Bandbreite des Syndroms erfordert auch eine große mögliche Bandbreite in der Behandlung, wobei die Wiederherstellung der Darmgesundheit im Mittelpunkt stehen sollte.

Ein sinnvoller Ansatz ist der Ausschluss von sämtlichen „reizenden“ Lebensmitteln – egal ob Allergene oder nicht – und die anschließende schrittweise Wiedereinführung der ausgelassenen Lebensmittel um die Reaktion darauf zu testen.

So können potentiell Beschwerden verursachende Lebensmittel ausgeschlossen werden und der Gesundheitszustand kann sich deutlich verbessern lassen.

 

P.S. Das Thema ist sehr komplex und kann im Alltag einen großen Raum einnehmen. Das Aufspüren der individuellen Ursachen ist aber sehr hilfreich und Beschwerden können sich nach kurzer Zeit bereits deutlich verbessern, was zu einer deutlich gesteigerten Lebensqualität führt.

Unsere Beraterin Julia Tulipan kann dir bei der Zusammenstellung eines geeigneten Ernährungsplanes und der nötigen psycho-sozialen Unterstützung in unserem 3-monatigen Gesundheitscoaching behilflich sein.

 


Referenzen

[1]      E. M. M. Quigley, “Bacterial flora in irritable bowel syndrome: role in pathophysiology, implications for management.,” J. Dig. Dis., vol. 8, no. 1, pp. 2–7, Feb. 2007.

[2]      P. J. Kennedy, “Irritable bowel syndrome: A microbiome-gut-brain axis disorder?,” World J. Gastroenterol., vol. 20, no. 39, p. 14105, Oct. 2014.

[3]      K. N. Lee and O. Y. Lee, “Intestinal microbiota in pathophysiology and management of irritable bowel syndrome.,” World J. Gastroenterol., vol. 20, no. 27, pp. 8886–97, Jul. 2014.

[4]      P. R. Gibson and S. J. Shepherd, “Evidence-based dietary management of functional gastrointestinal symptoms: The FODMAP approach.,” J. Gastroenterol. Hepatol., vol. 25, no. 2, pp. 252–8, Feb. 2010.

[5]      B. D. Naliboff, M. P. Fresé, and L. Rapgay, “Mind/Body psychological treatments for irritable bowel syndrome.,” Evid. Based. Complement. Alternat. Med., vol. 5, no. 1, pp. 41–50, Mar. 2008.

[6]      G. Moser, S. Trägner, E. E. Gajowniczek, A. Mikulits, M. Michalski, L. Kazemi-Shirazi, S. Kulnigg-Dabsch, M. Führer, E. Ponocny-Seliger, C. Dejaco, and W. Miehsler, “Long-term success of GUT-directed group hypnosis for patients with refractory irritable bowel syndrome: a randomized controlled trial.,” Am. J. Gastroenterol., vol. 108, no. 4, pp. 602–9, Apr. 2013.