Meditation in Hampi

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Neben Job, Familie, Freunden und Haushalt ist es im Alltag nicht immer einfach, Zeit für sich selbst zu finden. Vielen Menschen fällt es schwer, sich nur zehn Minuten pro Tag für sich selbst zu nehmen. Einfach nur innehalten und neue Kraft schöpfen. Deshalb stelle ich Dir heute drei kurze Meditationen für den Alltagsgebrauch vor. Das heißt: Du musst Dir keine zehn Minuten nehmen (wobei das natürlich noch besser wäre!). Die Meditationen, die ich Dir vorstelle, kannst Du einfach nebenbei machen und ganz einfach, aber wirkungsvoll in Deinen Alltag integrieren.

Die Achtsamkeitsmeditation

Achtsamkeitsmeditationen gibt es wahnsinnig viele. Diese gefällt mir besonders gut, da sie immer und überall durchgeführt werden kann. Beispielsweise an der Kasse im Supermarkt, im Stau, beim Warten auf den Zug, beim Warten beim Arzt oder wo immer Du einige Minuten warten musst. So wird Zeit, die man eigentlich sinnlos verschwendet plötzlich zu sinnvoll genutzter Zeit. Und so geht’s:

  1. Achte zunächst auf drei Dinge, die du siehst und benenne sie in Deinen Gedanken. Das können zum Beispiel andere Menschen sein, ein einfahrender Zug am Bahngleis gegenüber oder ein Hund, der an Dir vorbeiläuft.
  2. Achte dann auf drei Dinge, die du hörst. Vielleicht hörst Du ein Auto hupen, vielleicht hörst du andere Menschen reden oder du hörst Vögel, die zwitschern.
  3. Und dann achte auf drei Dinge, die du spürst. Das kann der Boden unter Deinen Füßen sein, die Stuhllehne in Deinem Rücken oder die Hände in Deinen Hosentaschen. Ganz egal.

Durch diese kurze Achtsamkeitsübung wird Deine Wahrnehmung geschult. Du machst Dir Dinge bewusst, die immer da sind, die Du für gewöhnlich aber überhaupt nicht wahrnimmst. Meist sind wir mit unseren Gedanken in der Zukunft oder in der Vergangenheit. Versuche, mehr im Hier und Jetzt zu leben und den Moment mehr zu genießen.

 

Die Gehmeditation

Die Gehmeditation ist eine meiner Lieblingsmeditationen. Wie oft hetzen wir von A nach B, ohne wirklich wahrzunehmen, wie wir dorthin gekommen sind. Auch bei der Gehmeditation gibt es viele Arten, wie man diese durchführen kann. Und auch hier ist das Schöne, dass Du dir nicht extra Zeit für sie nehmen musst, sondern sie ganz einfach in Deinen Alltag einbinden kannst. Und so geht’s:

  1. Zähle beim Gehen einfach in Gedanken Deine Schritte. Gehe einfach los und zähle von eins bis fünf (oder zehn) und beginne dann wieder von vorne.
  2. Während Deine Füße beim Gehen angehoben und abgesetzt werden, richtest Du Deine Aufmerksamkeit auf die Empfindungen in den Füßen. Wenn Du zwischendurch abschweifst, beginne einfach immer wieder von vorne. Richte Deinen Blick zwei bis drei Meter vor Dir auf den Boden, um mit der Aufmerksamkeit bei Dir zu bleiben und nicht abgelenkt zu werden.
  3. Die Atemmeditation kannst Du auch mit dem Atem verbinden. Beim Einatmen hebst Du den Fuß, beim Ausatmen setzt Du ihn wieder ab.

 

Die Atemmeditation

Auch Atemmeditationen mag ich sehr gerne. Im Alltag achten wir so gut wie nie auf unseren Atem – dabei könnten wir ohne ihn gar nicht leben. Bei der Atemmeditation geht es um ein bewusstes ein- und ausatmen. Die Konzentration wird auf den Atem gelenkt. Auch bei dieser Übung finde ich toll, dass sie überall und jederzeit durchgeführt werden kann. Beispielsweise im Büro, in der Bahn, im Stau… Und so geht’s:

  1. Setze Dich aufrecht und bequem hin und beginne, tief durch die Nase ein und aus zu atmen. Versuche, Deinen Atem nicht zu beeinflussen.
  2. Beobachte Deinen Atem. Achte einmal darauf, wie sich Dein Bauch beim Einatmen hebt und beim Ausatmen wieder senkt. Oder konzentriere Dich einmal auf die ganz natürlichen Atempausen zwischen dem Ein- und Ausatmen.
  3. Wenn Du merkst, dass Deine Gedanken abschweifen, komm mit Deiner Konzentration einfach immer wieder zurück zu Deinem Atem. Wenn es Dir schwer fällt, Dich auf Deinen Atem zu konzentrieren, dann zähl in Gedanken einfach Deine Atemzüge. Du kannst einfach bis 5 (oder 10) zählen und anschließend wieder von vorne beginnnen. So wird es Dir viel einfacher fallen, mit Deiner Aufmerksamkeit ganz bei Dir zu bleiben.

 

Grundsätzlich gilt bei jeder Art der Meditation: je öfter Du sie übst, desto einfacher wird sie Dir auch fallen – logisch, oder?! Viel Spaß beim Üben!