Ausreichender und erholsamer Schlaf ist ein absolutes Muss. Für Erwachsene sind 6 Stunden ein Minimum. Viel wichtiger als die Dauer ist allerdings die Schlafqualität. Wer 10 Stunden schlecht schläft, immer wieder aufwacht und sich schwitzend und unruhig durch die Laken räkelt hat natürlich auch nichts gewonnen.

Einen guten Schlaf zu finden ist für viele nicht selbstverständlich. Stress, hormonelle Achterbahnfahrten und eine ganze Menge anderer Faktoren machen das Schlafen heute zu einer schwierigen Geschichte.

Allen, die damit ein Problem haben, möchte ich heute mal dieses grandiose Kissenspray ans Herz legen. Und es gibt auch eine ganze Menge Gründe das auszuprobieren, denn die Wirkung von Lavendel in Form seines ätherischen Öles ist wissenschaftlich gut untersucht und seine Wirkung auf die Schlafqualität bestätigt.

Grundsätzlich wirkt Lavendel entspannend, schlaffördernd, anti-depressiv und ausgleichend. Genau deshalb ist es auch das richtige ätherische Öl für ein schnell selbstgemachtes Kissenspray.

Lavendelöl 

  • vertieft die Atmung während des Schlafes [1]
  • reduziert die Müdigkeit nach dem Aufwachen [2]
  • verbessert die Schlafqualität und Angstzustände, insbesondere bei Patienten mit schweren Erkrankungen [3]

Es gibt im Handel zwei verschiedene Lavendel-Sorten. Meist unterscheidet man zwischen Lavendel fein und Lavendel extra, wobei der Unterschied nur im Anbau liegt. Lavendel fein ist kultiviert, während Lavendel extra wilder Berglavendel ist. Ihre Wirkung ist weitgehend gleich, allerdings ist der Duft bei Lavendel extra schon etwas stärker. Normalerweise nutzt man für therapeutische Zwecke eher Lavendel extra, ich sehe da allerdings keinen großen Unterschied, außer eben dem etwas intensiveren Duft.

So ein Kissenspray ist ganz schnell selbstgemacht. Man nimmt einfach eine kleine Sprühflasche, füllt sie mit Wasser und gibt ein paar Tropfen des Öls hinzu. Abends sprüht man ein paar Minuten vor dem Schlafen das Kissen damit ein. Hier muss man eventuell etwas tüfteln, bis man das Duftniveau raus hat, das man ertragen kann.

Wichtig ist bei ätherischen Ölen immer, dass du das alles in eine Glasflasche füllst, denn die ätherischen Öle können die Schadstoffe aus Plastik lösen und das wollen wir nicht auf dem Kopfkissen und auch sonst nirgends.

Natürlich kann man ganz komplizierte Mischungen machen, die den Schlaf fördern. Mir persönlich ist das zu viel. Ich mag eher klare, eindeutige Düfte. Alternativ kannst du auch die Mischungen unten versuchen, wenn du mehr der Freund von komplexeren Düften bist.

Kissenspray für besseren Schlaf (50ml)
 
Vorbereitungszeit
Kochzeit
Zubereitungszeit
 
Dieses Rezept ist für einen 50ml Flacon geeignet. Für 100ml einfach die Mengen verdoppeln.
Autor:
Zutaten
  • Glassprühflasche
  • 2 TL Vodka oder med. Alkohol aus der Apotheke (sorgt für die Verflüchtigung, geht aber auch ohne)
  • 6 TL Wasser
  • 10 Tropfen ätherisches Lavendelöl fein oder extra
So einfach geht's
  1. Alles in die Flasche geben und kräftig schütteln.
Notizen
Alternative Mischungen:
Lavendel und Vanille
Lavendel, Muskatellersalbei, Ylang Ylang und Vanille


Du kannst die Mischung auch mit Weißweinessig ins Weichspülerfach deiner Waschmaschine geben oder auf einem Tuch zusammen mit der Wäsche in den Trockner.

 

Übrigens ist Lavendel fein bei mir immer im Kosmetikbeutel, denn es wirkt nicht nur anti-septisch, sondern auch wundheilend. Bei kleinen Verletzungen oder Wunden einfach 1-2 Tropfen darauf geben und die Wunde ist im Nu verheilt.

 


Referenzen

[1]      A. Arzi, L. Sela, A. Green, G. Givaty, Y. Dagan, and N. Sobel, “The influence of odorants on respiratory patterns in sleep.,” Chem. Senses, vol. 35, no. 1, pp. 31–40, Jan. 2010.

[2]      K. Hirokawa, T. Nishimoto, and T. Taniguchi, “Effects of lavender aroma on sleep quality in healthy Japanese students.,” Percept. Mot. Skills, vol. 114, no. 1, pp. 111–22, Feb. 2012.

[3]      J. Lytle, C. Mwatha, and K. K. Davis, “Effect of lavender aromatherapy on vital signs and perceived quality of sleep in the intermediate care unit: a pilot study.,” Am. J. Crit. Care, vol. 23, no. 1, pp. 24–9, Jan. 2014.

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