Heute, am 10. Oktober 2014, ist der Welttag der seelischen Gesundheit. In mehr als 30 Städten bundesweit gibt es Aktionstage und -wochen rund um unsere psychische Gesundheit. Im Jahr 2012 waren laut DAK-Gesundheitsreport psychische Krankheiten in Hamburg erstmals Hauptursache für Arbeitsunfähigkeit. Allein diese Tatsache verdeutlicht, wie wichtig das Thema Stressbewältigung ist. Darauf weist auch der Welttag der seelischen Gesundheit unter anderem hin. Tipps und Tricks, die man zur Stressbewältigung in den Alltag einbauen kann, gibt es viele. Einen ganz besonderen möchte ich Dir heute vorstellen: eine Achtsamkeitsübung, mit der Du zukünftig positiver durch’s Leben gehen wirst.

Achtsamkeitsübung „Dankbarkeit“

„Es ist nicht so, dass glückliche Menschen dankbarer sind, aber es ist so, dass dankbare Menschen glücklicher sind.“

(Prof. Csikszentmihalyi, Glücksforscher der Universität Chicago)

Denke jeden Abend vor dem Schlafengehen einige Minuten darüber nach, wofür Du an diesem Tag Dankbarkeit empfunden und worüber Du Dich gefreut hast. Trage mindestens 5 Dinge in ein Dankbarkeitstagebuch ein. Das mag Dir am Anfang vielleicht viel erscheinen – aber Du wirst sehen, mit der Zeit fällt es Dir immer leichter, Deine Dankbarkeit niederzuschreiben. Um Dich daran zu erinnern, kannst Du Deinen Notizblock oder Dein Buch und einen Stift als Gedächtnisstütze auf den Nachtschrank oder das Kopfkissen legen. Diese Methode ist einfach und der Zeitaufwand ist verschwindend gering – die Wirkung aber umso größer.

So fand Prof. Lyobomirsky von der Universität California in mehreren Studien heraus, dass bei Menschen, die ein Dankbarkeitstagebuch führen, eine deutliche Zunahme des Glücksempfindens zu verzeichnen ist. Depressive Verstimmungen hingegen nehmen mit dem Niederschreiben der Situationen, für die man dankbar ist, ab. Positive Gedanken und Gefühle werden dagegen durch das Aufschreiben verstärkt. Zudem bekommt man so ein Gefühl dafür, was einem wirklich wichtig ist. So wirst Du merken, dass Du manche Dinge immer und immer wieder in Dein Dankbarkeitstagebuch schreibst. Ob es große oder kleine Momente sind, die Dich glücklich und zufrieden machen, ist ganz egal. Es kann ein gutes Essen sein, das dich glücklich macht, ein Spaziergang oder das Lächeln eines Arbeitskollegen. Wofür Du dankbar bist, entscheidest alleine Du.

Das Fokussieren auf die positiven Dinge wird Dir dabei helfen, Dir bewusst zu werden, wer und was Dir im Leben gut tut. Du wirst das Positive um Dich herum mehr wahrnehmen, achtsamer sein und ganz von alleine nach Dingen Ausschau halten, für die Du dankbar bist. Auch wird Deine Sicht auf Situationen und Dinge gelenkt, die Du normalerweise als selbstverständlich erachtest und schnell wieder vergisst.

Achtsamkeit trägt wunderbar zur Entschleunigung bei und hilft Dir, auch in stressigen Situationen positiv zu bleiben.

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