Die Tage werden kürzer und für viele Menschen ist es schwierig ein paar Sonnenstrahlen abzubekommen. Der Mangel an Sonnenlicht, die kurzen Tage und die niedrigen Temperaturen machen vielen Menschen zu schaffen. Laut einer aktuellen Studie der WKO leiden alleine in Deutschland schätzungsweise 4 Millionen Menschen an depressiven Verstimmungen.
Gehörst Du auch zu den Menschen, die unter der dunklen Jahreszeit besonders leiden? Fragst Du Dich auch, wo Deine gute Laune nach dem Sommer geblieben ist? Dann wäre vielleicht etwas Bewegung genau die Richtige „Medizin“ für Dich.

Schon bei den alten Griechen, wurde Menschen mit Melancholie – so nannte man damals Depressionen – zu viel Bewegung geraten. Die Idee ist also keinesfalls neu, ins Zentrum wissenschaftlichen Interesses ist sie allerdings erst in den letzten Jahren gerückt. Inzwischen gibt es zahlreiche gute Studien, die zeigen, dass Sport und Bewegung im Allgemeinen, die Stimmungslage deutlich positiv beeinflussen kann.

Warum hilft Sport?

Die genauen Mechanismen sind noch nicht ganz klar, aber es dürfte sicherlich eine Kombination aus mehreren Faktoren sein. Eine Vermutung ist, dass Sport die Gehirnchemie auf positive Weise beeinflusst.  Sportliche Betätigung führt zu einem Anstieg von Noradrenalin und Serotonin. Beide Verbindungen sind wichtige Botenstoffe in unserem Gehirn. Man weiß, dass bei Menschen mit Depressionen geringere Konzentrationen an Noradrenalin nachweisbar sind.

Serotonin ist ein „Glücksbotenstoff“ und er vermittelt uns das Gefühl von Zufriedenheit, Sicherheit und Wohlbefinden. Bei Depressionen werden oft Medikamente verschrieben, die den Serotoninspiegel anheben.

Wer Sport betreibt und sich dabei auch mal gerne etwas fordert, der hat vermutlich schon einmal die Wirkung einer anderen Botenstoffklasse erlebt. Bei körperlicher Anstrengung werden sogenannte Endorphine produziert. Endorphine sind sowohl strukturell aus auch in ihrer Wirkung mit den Opiaten verwandt. Die Ausschüttung von Endorphinen sorgt für Glücksgefühle und wirkt angstlösend.

Ein weiterer, ebenso wichtiger Aspekt, ist jedoch die psychologische Komponente. Gibt Sport doch einerseits, die Möglichkeit sich eine Auszeit zu nehmen und etwa „nur für sich“ zu tun, und andererseits gibt es einem das Gefühl der Eigeninitiative und selbständig etwas zum eigenen Wohlbefinden beitragen zu können.

Wie, Was, Wieviel?

Die Devise lautet „Erlaubt ist was Spaß macht“! Ob in der Gruppe oder alleine, zu Hause, im Studio oder in der Natur. Finde eine Umgebung in der Du dich wohl fühlst und einen Sport der Dir Spaß macht.

Prinzipiell gilt, dass sich jedes Sportprogramm an Deine Leistungsfähigkeit angepasst sein sollte und Du auch genügend Zeit für Regeneration einplanst. Schließlich soll es entspannen und nicht zusätzlich Stress aufbauen.

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