Langsam wird es draußen kühler und für mich ist Frühstücksbrei im Winter immernoch das absolute Non-Plus-Ultra. Auch wenn mein Haferbrei einige Kohlenhydrate enthält, merke ich gerade wieder deutlich, dass mir dieses Frühstück unwahrscheinlich gut bekommt und ich freue mich jeden morgen darüber. Ich liebe einen schönen Haferbrei, auch wenn ich seit einigen Jahren die glutenfreie Variante wähle. Hafer enthält zwar von Natur aus sehr wenig Gluten, aber oft gerät durch den Verarbeitungsprozess Gluten aus anderen Getreidesorten hinein.

In meinen Augen ist Haferbrei ein super Frühstück für die Umstellung auf eine Low-Carb Ernährung und für mich spricht auch als Low-Carber nichts dagegen die komplexen Kohlenhydrate aus Haferflocken regelmäßig zu essen. Momentan schreit mein Körper einfach danach.

Meine Frühstücksportion enthält rund 60g Haferflocken, d.h. 35g Kohlenhydrate und ich stecke nicht im Training. Trotzdem bleibt für mich noch genug Raum für Obst und Wurzelgemüse im Laufe des Tages. Brot gibt es bei mir sowieso nicht, es sei denn … dieses Leinsamen-Brot hat sich in meine Küche verirrt.

In der ayurvedischen Küche ist ein warmer Frühstücksbrei unerlässlich. Für mich als Pitta-Typ sind die warmen, etwas süßlich schmeckenden Breie aus Hafer ein absolutes Wohlfühlessen. Auch in der TCM ist der morgendliche Haferbrei durchaus eine Empfehlung. Zugegeben, Hafer ist für Paleo-Fans und auch Low-Carber strittig, aber es geht mir nicht um Dogmen, wenn ich mich gut fühle damit. (Nein, mit Pommes und Schokolade fühle ich mich ganz ehrlich nicht gut …)

Ich setze den Brei abends auf und morgens muss ich ihn nur noch einmal kurz erwärmen. Fertig. Geht rasend schnell und hält mich persönlich mittlerweile sogar für 7-8 Stunden satt. Das war am Anfang (vor 3,5 Jahren) nicht so, aber als fett-adaptierte geht das jetzt ganz gut.

Eine gute Alternative zum Haferbrei ist übrigens Buchweizenbrei.

 

Grundrezept Haferbrei
 
Vorbereitungszeit
Kochzeit
Zubereitungszeit
 
Autor:
Rezepttyp: Frühstück
Küche: Low-Carb
Portionen: 1
Zutaten
  • 60g (glutenfreie) Haferflocken
  • 120ml Wasser
So einfach geht's
  1. Abends in einem Topf auf den Herd stellen und über Nacht quellen lassen.
  2. Morgens mit einer Prise Salz und einem EL Kokosöl kurz bei mittlerer Hitze erwärmen.
  3. Fertig.
Notizen
Haferflocken sind von Natur aus glutenfrei. Leider kann in Deutschland nicht sichergestellt werden, dass eine Kreuzkontamination mit Weizen etc. stattfindet. Glutenfreie Haferflocken werden deshalb aus Schweden importiert, wo Felder durch Wälder getrennt werden können.

 

Aber jeden morgen das Gleiche ist natürlich total langweilig, also habe ich heute für euch 7 Ideen, wie du den langweiligen Haferbrei ein wenig pimpen kannst.

Pimp your porridge

Gewürze

zutaten haferbreiEtwas Salz ist die Basis für einen guten Haferbrei, aber da geht noch eine Menge mehr. Versuche es mal mit einer Gewürzmischung aus Zimt, Kardamom und Muskat oder einem Hauch von Cayenne-Pfeffer. (Cayenne-) Pfeffer entspannt die glatte Muskulatur und fördert so die Verdauung; Zimt senkt nachweislich den Blutzuckerspiegel und wirkt antioxidativ; und auch Kardamom sorgt für eine bessere Verdauung.

Superfoods

Superfoods sind (vermeintlich) besonders nährstoffreiche Lebensmittel, die nahezu jedes Essen gut ergänzen. Natürlich sind sie nicht super, wenn man sowieso von natürlichen Lebensmitteln in Bio-Qualität lebt, aber im Gegensatz zum Käsebrot haben sie so einiges zu bieten. In den morgendlichen Porridge passt am besten:

  • Chia-Samen (abends mit einweichen!)
  • einen TL Rohkakao (Magnesium und Antioxidantien, aber auch aktivierendes Theobromin)
  • einen TL Maca-Pulver (z.B. Lebepur)
  • Kürbiskerne
  • Leinsamen (mit einweichen)
  • Hanfsamen (extra Eiweiß, mit einweichen)
  • Granatapfel-Saft (halbieren, mit dem Esslöffel ausschaben und in einer Kartoffelpresse oder in einem Spitzsieb mit dem Esslöffel ausdrücken)

Alles aus Kokos

Kokos passt perfekt in den Porridge und wer den exotischen Geschmack mag und den Fettanteil im Brei noch etwas erhöhen will kann auch die Hälfte der Haferflocken durch Kokosraspel ersetzen und statt Wasser Kokosmilch nehmen. Dazu sind Beeren und Zimt ideal (siehe unten).

Porridge Pikant

Kuhmilch und Käse aus Kuhmilch versuche ich auf den Schluck im Kaffee zu reduzieren, aber ganz ohne Milchprodukte geht es für mich nicht. Mein Favorit ist Ziegenfrischkäse oder Ziegencamembert in der Rolle. Passt das zum Porridge? Klar! Versuchs mal mit Ziegenfrischkäse und Kresse, Petersilie oder Schnittlauch. Dazu vielleicht noch einen viertel oder halben Apfel? Perfekt!

Breieiei

Rühre ein rohes Ei in den Brei, wenn du ihn morgens erhitzt. Oder zwei. Es macht den Brei noch sämiger und hhhmmmmm…. irgendwie noch (er)füllender.

Beeren, Früchte und Co.

Natürlich sind sämtliche Beeren (Heidel-, Him-, Brombeeren – gern auch TK) auch Superfoods und eine perfekte Ergänzung zum Porridge. Mit etwas Zimt ein echtes Geschmackserlebnis. Ich kann davon sicher nicht genug bekommen und brauche bei dieser Kombi weder Zucker noch Honig.

Auch eine (halbe) Banane oder ein (halber) süßlicher Apfel sind tolle Beilagen und besser als jeder Löffel Marmelade.

Gemüse rocks – ja, wirklich!

Hast du Reste vom Abendessen übrig? Es spricht nichts dagegen die Haferflocken mit Brokkoli, Kürbis, Süßkartoffeln oder anderen Resten zu verfeinern. Klar, je breiiger, desto besser, aber mit dem Pürrierstab oder kleingeschnitten mit einem scharfen Messer lässt sich im Prinzip auch alles andere einmischen. Auch hier passt Ziegenkäse und ein paar Gewürze, wie Kardamom, Muskatnuss, Ingwer, Kurkuma oder ähnliches super dazu.

Was gut schmeckt?

  • Brokkoli, Blumenkohl oder Rosenkohl und Muskatnuss
  • Möhrchen und Ingwer mit einem Spritzer O-Saft

Gehört für dich ein warmer Frühstücksbrei in der kühleren Jahreszeit auch dazu? Wie isst du deinen Frühstücksbrei?