2009 - nicht nur durch Allergien aufgequollen

2009 – nicht nur durch Allergien aufgequollen

Als ich im Jahr 2011 mein Masterstudium abschloss, hatte ich bereits 8 Kilo mehr auf der Hüfte als vor dem Studium. Etwas mehr als ein Jahr später, indem ich nicht so recht wusste, welche berufliche Richtung ich einschlagen soll, waren es dann 15 Kilo. Wie unwohl ich mich damit gefühlt habe, kann sich jeder, der „plötzlich“ Übergewicht hat, vorstellen. Zudem fühlte ich mich schwach, ich bewegte mich kaum und ging allen möglichen sozialen Kontakten aus dem Weg. Das machte mich zunehmend unzufrieden und unglücklich.

Es hat „klick“ gemacht

Zu Beginn des Jahres 2012 hat es dann „klick“ gemacht. Völlig egal, welche berufliche Laufbahn ich wohl einschlagen würde, ich müsste fit dafür sein. Denn ein Leben im Selbstmitleid stand eigentlich nicht auf meinem Plan. Ich müsste mich wohl fühlen in meinem Körper, selbstbewusst sein, stark sein und Belastungen aushalten können. Mir war klar, dass das ohne eine gesündere Ernährungs- und Lebensweise nicht gehen würde. Meine Mahlzeiten bestanden aus Nudeln, Kartoffeln und Brot. Das war meine Ernährungsgrundlage. Die, die auch bekannte Ernährungs-Verbände empfehlen. Aber ich wurde immer dicker und unglücklicher.

Diäten brachten nichts, davon hatte ich schon zu viele probiert. Meine ganze Jugend war ein einziges auf und ab auf der Waage. Vom Fasten über die Kohlsuppendiät bis zum Haferschleimfrühstück. Zusammen mit meiner Mutter hatte ich alles ausprobiert.

Ich wollte keine Diät mehr, sondern eine Ernährungsumstellung, die mich langfristig fit macht. Die ersten Schritte habe ich allein geschafft. Zwischen Januar und April 2012 hatte ich schon drei Kilo weniger. Dann überkam mich aber das Gefühl, dass ich es nicht lange durchhalten würde, wenn ich keine Motivation von außen habe. Und was eigentlich durchhalten? Ich hatte keine Ahnung, wie eine gesunde Ernährung wirklich aussieht. Ohne Hunger und Verzicht und ohne ständig das Gefühl zu haben nicht satt zu sein. Für mich war das wichtig. Das Gefühl satt zu sein vermittelt uns Sicherheit. Darauf wollte ich ehrlich gesagt nicht so gern verzichten.

2010 mit ca. 15 kg zu viel

2010 mit ca. 15 kg zu viel

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Also suchte ich mir einen Coach, einen Personal Trainer um genau zu sein. Denn wer abnehmen will, muss Sport treiben, das wissen selbst kleine Kinder. Jedenfalls dachte ich das damals. Der Vorteil an einem Coach ist nicht nur, dass man mit wenig Aufwand lernt, worauf es ankommt, sondern auch, dass man jemanden hat, dem man stolz seine Erfolge präsentieren kann und der sich mit einem freut. Man hat auch jemanden, der in regelmäßigen Abständen nachfragt, die generelle Entwicklung kontrolliert und vor allem auch neue Impulse gibt.

„Hast du daran schon gedacht?“ oder „Ich mach das so und so.“ Alles immer wieder kleine, aber unwahrscheinlich hilfreiche Tipps, die das Leben leichter gemacht haben. Und mich auch. Für mich war das wichtig, denn außer mir war niemand mit meiner Figur unzufrieden. Freunde, Familie – die alle interessiert es nicht wirklich, ob Du hier oder da ein Kilo zu viel hast. Am meisten stört es Dich selbst.

Schritt für Schritt zu mehr Wissen

Die Umstellung meiner Ernährung, begann dann mit dem Abendessen. Abends keine Kohlenhydrate mehr und die Pfunde sollten purzeln. Das war in Verbindung mit Sport schon ziemlich erfolgreich, aber ich wollte mehr. In dieser Zeit las ich tausende von Webseiten, Erfahrungsberichten, Büchern und habe seither eigentlich auch nie wieder damit aufgehört. Für mich sollte es Low Carb  und später dann Paleo sein.

Schritt für Schritt erfuhr ich immer mehr über das Thema Ernährung und wie eine gesunde, natürliche Ernährung für mich persönlich tatsächlich aussieht. Nach dem Abendessen waren die Tagesmahlzeiten, Mittagessen und Snacks, an der Reihe. Ich begann raue Mengen Magerquark und Fisch zu essen. Schließlich sollte sich das harte Training auch schnell lohnen. Da muss Eiweiß rein. Als Snacks gab es nur noch Nüsse, Karotten und Äpfel. Das alles ist nichts, was ich bis heute beibehalten habe, aber ein guter Weg für mich persönlich den Entzug von einer kohlenhydratreichen Ernährung durchzustehen. Ganz langsam, Schritt für Schritt lernen, was gut tut und gesund ist, wie der Körper reagiert und was bei einem persönlich vielleicht nicht so gut funktioniert. Die Antwort darauf gibt es leider nicht auf einer A4 Seite.

gesund abnehmen

Meine Abnehm-Protokoll 2012

 

Gewicht halten, auch ohne Sport

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August 2013 – 12 Monate später lief ich schon beim Urbanathlon in Hamburg

Im August 2012 hatte ich es dann geschafft. Ich hatte mein Wunschgewicht (60kg bei 1,67m) erreicht.  Heute liege ich bei 62kg +-1,5kg natürliche Schwankung. Das Gewicht halte ich, auch, wenn ich phasenweise nicht mehr so regelmäßig und vor allem intensiv Sport treibe. Muskeln habe ich in den letzten 3 Jahren aber schon zugelegt. Heute bin ich eher auf der Yoga-Matte zu finden als in der Kraftecke. Aber das macht nichts und wird sich sicher auch wieder ändern.

Ich weiß heute, dass abnehmen und ein stabiles Gewicht auch ohne Sport geht. Jemand, der Sport braucht um sein Gewicht zu halten, isst immernoch falsch. Ich empfinde meine Ernährung heute nicht als Verzicht oder spezielle Diät oder so, sondern freue mich auf jede Mahlzeit. Meine Ernährung verändert sich immernoch regelmäßig. Ich lerne neues, probiere aus und habe auch das ein oder andere gesundheitliche Problem damit bearbeiten müssen. Low Carb bleibt dabei immer die Basis. Meine Ernährung besteht heute zu 15% aus Kohlenhydraten, 25% aus Proteinen und den verbleibenden 60% aus Fett. Dafür muss ich mir keine besondere Mühe geben. Da passt an schönen Tagen auch ein Eis oder ein Bier rein.

Auch als Familie haben wir uns wunderbar mit der Ernährungsumstellung auf Low Carb zurecht gefunden und können uns heute gar nicht mehr erklären, warum das nicht schon früher so ging. Am Anfang war es nicht so einfach meinen Wunsch nach Veränderung durchzusetzen. Das kennen viele, die nicht allein leben. Macht der Partner mit? Wie bekomme ich die Kinder dazu? Die Regel lautet für mich immer: Hier kann jeder essen was er möchte! (Und das sollte in jedem Haushalt so sein!)

über-uns

Im Herbst 2014

Wir essen gerne und manchmal auch viel. Und das, ohne auch nur einen Bissen zu bereuen. Ich bin zufrieden mit mir selbst, meiner Figur und meiner Leistungsfähigkeit. Und vor allem bin ich satt.

P.S. Meine Allergien sind spürbar auf dem Rückzug, mein Immunsystem wird stärker und auch eine ganze Reihe Zipperlein gehören der Vergangenheit an. Aber dazu ein anderes mal.

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